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Wyk entdecken : Historie hinter der Strandpromenade

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Das ist bei jedem Wetter interessant: Bei Führungen mit der Wykerin Karin de la Roi-Frey kann man viel über die Föhrer Inselgeschichte erfahren.

15 Unerschrockene hatten sich trotz des „Schietwetters“ am Café „Valentino“ an der Strandpromenade versammelt. „Ich hatte nicht damit gerechnet, dass überhaupt jemand kommt“, war Karin de la Roi-Frey überrascht, dass trotz der kalten Temperaturen und dem heftigen Ostwind doch ein paar Urlauber an ihrem Promenadenspaziergang teilnehmen wollten. Bei gutem Wetter versammeln sich auch schon einmal 60 Menschen, um von der Föhrer Historikerin etwas über die Geschichte der Insel und über versteckte Orte von Wyk zu lernen, de la Roi-Frey ist manchmal aber auch nur mit acht Personen unterwegs.

Dieses Mal stand ein Rundgang entlang der Promenade vom Hamburger Kinder- und Jugendheim bis zum Kurwald an der Gmelinstraße an. Die Mitwanderer lernten dabei viel über die Geschichte des Küstenschutzes, über die Folgen der großen Sturmflut 1962 oder die alten Grenzen der Stadt Wyk. Und auch für Insulaner dürften viele Informationen dabei gewesen sein, die so bisher nicht bekannt gewesen waren. Sei es die Geschichte der Lüttmarsch oder der Häuser am Südstrand, de la Roi-Frey hatte für jeden Ort eine passende Geschichte parat, mit der sie ihr Publikum kurzweilig unterhielt. Endpunkt der etwa eineinhalb Kilometer langen Tour, die rund 90 Minuten dauerte, war das Ende der alten Promenade kurz vor der Strandbar „Schapers“. Dort, unterhalb des Nordsee-Kurhofes, endete bis in das Jahr 1970 die öffentlich zugängliche Promenade an einer hohen Mauer, das Stück bis zur Strandstraße war den Kurhof-Gästen vorbehalten.

Seit zehn Jahren bietet de la Roi-Frey solche Spaziergänge durch die Wyker Innenstadt und über die gesamte Insel an. „Geschichte hat mich schon immer interessiert, sie ist mir quasi angeboren“, erklärt die gebürtige Föhrerin, die mittlerweile bei Waiblingen in Baden-Württemberg lebt. Pro Jahr komme etwa eine neue Tour hinzu, weil auch sie selbst immer wieder neue Geschichten entdecke, so die Historikerin und Schriftstellerin. Und das Feedback der Gäste zeige ihr, dass sie das Richtige mache: „Die Gäste sind immer interessiert – und so habe auch ich immer viel Spaß.“ Mit den historischen Rundgängen wird es also weitergehen, wenn Karin de la Roi-Frey im Frühjahr das nächste Mal wieder in ihre Heimat auf Föhr zurückkehrt.

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