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Wichtige Unterstützung : „Heute ist Zahltag an der Westküste“

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Wirtschaftsminister Reinhard Meyer mit dem Geldkoffer auf Föhr-Besuch: Land investiert gut zehn Millionen Euro in die Wyker Infrastruktur.

shz.de von
erstellt am 18.Feb.2017 | 10:00 Uhr

„Heute ist wieder Zahltag an der Westküste“. Mit dieser Feststellung konnte Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Reinhard Meyer bei seinem gestrigen Besuch in Wyk auf Anhieb die Herzen seiner Gastgeber gewinnen. Und tatsächlich hatte der Minister einen ganzen „Batzen“ aus Kiel mitgebracht, wovon mit zwei Millionen Euro lediglich ein Bruchteil in Dagebüll geblieben war. Für die mit 10,2 Millionen Euro veranschlagte Modernisierung des Wyker Hafens hatte Reinhard Meyer einen Zuwendungsbescheid über 6,1 Millionen Euro im Gepäck. Somit wird das Projekt mit 60 Prozent aus dem Landesprogramm Wirtschaft gefördert. Zudem überbrachte der Minister einen Bescheid über 4,23 Millionen Euro für das Wellness-Resort am Südstrand.

Empfangen wurde der Besuch aus Kiel im Wyker Amtsgebäude von Bürgermeister Paul Raffelhüschen, der Vorsitzenden des Hafenausschusses Annemarie Linneweber, dem Geschäftsführer des Hafenbetriebes Ulrich Koch sowie dem Geschäftsführer der Wyker Dampfschiffs-Reederei (WDR) Axel Meynköhn. „Ein Hafen ist ähnlich wie ein Bahnhof die erste Adresse für ankommende Gäste und damit die Visitenkarte des Ortes“, betonte Meyer, der es sehr begrüßte, das die Alte Mole modernisiert und der Fähranleger 1 mit einem neuen Seiteneinstieg den heutigen Anforderungen angepasst werden soll. Die Qualität der Infrastruktur, betonte der Wirtschaftsminister, sei für den Tourismus von unschätzbarerer Bedeutung. Um konkurrenzfähig zu bleiben sei es wichtig, die Struktur derart zu ändern, dass der Fremdenverkehr das ganze Jahr über Saison habe.

Dortje Kreutzfeldt vom Ingenieurbüro Mohn erläuterte die Planungen für den Wyker Hafen. Die sehen vor, die südliche Einfahrt zum Hafen um zehn Grad zu verschwenken, womit eine zusätzliche Fläche von 800 Quadratmetern gewonnen werde. Damit gewinne man Platz für den Seiteneinstieg, der auf einem Schwimmponton stehen wird. Insgesamt gilt es, bei der Modernisierung eine Fläche von 4000 Quadratmetern zu gestalten, so Kreutzfeldt, die auch auf den Strichcode verwies, der auf der Mole als gestalterisches Element angebracht wird. Was Reinhard Meyer veranlasste, seine Hoffnung zum Ausdruck zu bringen, dass der Datenschutz dennoch gewährleistet bliebe.

Von Ulrich Koch war zu erfahren, dass mit der Bewilligung des vorzeitigen Baubeginns und einer Grundstücksübertragung des Fähranlegers von der WDR an den Hafenbetrieb im vergangenen Jahr der Startschuss für das Projekt gegeben worden war. Im Juni werde voraussichtlich Baubeginn für das Projekt sein. „Es ist uns wirklich sehr schwer gefallen, die Brücke zu veräußern“, hob Reederei-Chef Meynköhn hervor, der darauf verwies, dass der symbolische Euro des Kaufpreises noch auf seinem Schreibtisch liege. Doch ohne die gute Zusammenarbeit mit den Hafenbetrieben in Wyk und Dagebüll wären die Entwicklung bei der WDR und damit die neuen Schiffe nicht möglich gewesen.

Auf der Baustelle des zukünftigen Wellness-Resorts wurden der Minister und seine Begleitung von Gretchen Janssen, der Geschäftsführerin der „Upstalsboom Hotel Betriebsgesellschaft Wyk“, dem Investor Wolfgang Müller und dem Architekten Bernhard Gössler empfangen. Mit dieser Investition werde ein weiterer attraktiver Gäste-Anziehungspunkt außerhalb der Saison geschaffen, so Minister Meyer. Das Land unterstütze gern Projekte, die außerhalb des normalen Schemas liegen, und mit dem Hotel werde etwas gegen die „Ferienwohnungs-Lastigkeit“ geschaffen. Damit würden auch ganz neue Gästeschichten angesprochen. Die einzelbetriebliche Förderung durch das Land werde mitunter in Frage gestellt. Doch könne solch ein Zuschuss, in diesem Fall zehn Prozent der gesamten Investitionssumme, in manchen Fällen eine Finanzierungslücke füllen helfen.

Nach der Überreichung des Zuwendungsbescheides führte der Architekt die Besucher über die Baustelle, wobei Reinhard Meyer konstatierte, dass der Standort ein absolutes „Sahnestück“ darstelle.

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