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Auf dem Kniepsand : Heuler-Alarm am Inselstrand

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Gleich drei Seehund-Babys verlieren beim Sturm vor Amrum ihre Mütter. Sie werden in Friedrichskoog aufgepäppelt.

Das stürmische Wetter der letzten Tage bescherte den Seehundjägern auf Amrum wieder viel Arbeit. Zwei rund eine Woche alte Mini-Seehunde, die von ihren Müttern getrennt wurden, hat Holger Lewerentz am sogenannten „Kapitän“ am südlichen Zipfel des Kniepsandes im Bereich Wittdüns eingesammelt. „Sie waren beide sehr entspannt und zutraulich“, berichtet Lewerentz.

Diese beiden jungen Heuler waren nicht die einzigen Robbenbabys, die ihn auf Trab hielten. Bereits am Tag zuvor gab es einen einsamen Nachwuchs, der in dem Seehundbeauftragten gleich einen Mutterersatz erkannte. „Der Heuler schwamm im Priel umher und folgte mir von alleine bis zum Fahrzeug. Das habe ich auch noch nicht erlebt“ berichtet Holger Lewerentz. Für einen größeren Schweinswal dagegen kam am Wittdüner Kniepsand jegliche Hilfe zu spät. Er war bereits tot und musste per Traktor vom Strand geborgen werden.

Für die kleinen Seehunde vom „Kapitän“ ging es nach einer kurzen Erfrischungspause, in einer Transportkiste sicher verpackt, weiter nach Dagebüll, wo die Heuler von den Mitarbeitern der Seehundaufzuchtstation in Friedrichskoog in Empfang genommen wurden.

Da hatten sich die beiden Knirpse längst angefreundet. Sie gingen ganz vertraut und beinahe zärtlich miteinander um und trösteten sich gegenseitig über den Verlust der Mama hinweg. Beide nuckelten am Fell des jeweils anderen und suchten dort offenbar nach Muttermilch.

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