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Föhr und Amrum : „Herwart“ pustet Bäume um

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Der Orkan fegte mit 130 Stundenkilometern über Föhr und Amrum. Die Schäden halten sich in Grenzen.

von
erstellt am 30.Okt.2017 | 11:52 Uhr

Er kam in der Nacht und er kam heftig: Orkan „Herwart“ fegte mit enormer Wucht über Föhr und Amrum, in Böen wurden bis zu 130 Stundenkilometer erreicht. Zwischen vier und fünf Uhr in der Nacht zum Sonntag heulte der Sturm am lautesten – doch die Schäden, die er dabei anrichtete, hielten sich in Grenzen.

Ganze drei Einsätze hatte die Wyker Feuerwehr gestern Vormittag, berichtete Wehrführer Kai Sönnichsen. „Wir mussten beim Flugplatz, am Grünstreifen und in Boldixum Bäume beseitigen, die auf die Straßen gekippt waren“.

Im Säge-Einsatz war auch die Oevenumer Feuerwehr. An der Friedenseiche war eine große Pappel umgekippt und eine zweite drohte auf einen Schaltkasten der E.ON zu fallen. Dieser wurde abgeschaltet, bevor die Feuerwehr sich mit Baggerunterstützung daran machte, die Pappel zu zerlegen. Zu Schaden gekommen war dabei niemand.

Mit einem Baum hatte es auch Nieblums Wehrführer Hauke Brett zu tun – allerdings nur mit der Spitze einer Kiefer, die abgeknickt und auf den Nieblumstieg direkt hinter dem Ortseingang gefallen war. „Die konnte ich einfach so an den Straßenrand schmeißen“, berichtet er, dass seine Leute deshalb nicht ausrücken mussten.

Während der Wind in der Nacht tobte, hielt sich das Wasser zurück. Die angekündigte Sturmflut von 1,50 Metern über Normal fiel mit nur einem Meter deutlich niedriger aus. Trotzdem schwappte das Wasser über die Kaimauern. Fährpassagiere, die gestern Morgen von den Inseln zum Festland wollten, mussten sich deshalb in Geduld üben. „Die beiden ersten Fähren ab Wyk sind ausgefallen, in Dagebüll herrschte noch Windstärke elf, da hätten wir nicht anlegen können“, berichtet Heiko Litschke von der Wyker Dampfschiffs-Reederei (WDR). Ab Amrum legte die erste Fähre gegen 9.30 Uhr ab und auch der Busverkehr auf der Insel war zeitweilig eingestellt worden.

Nach den vorangegangenen Stürmen Xavier und Sebastian waren die meisten Insulaner allerdings gut gewappnet, Gartenmöbel und Strandkörbe waren schon gesichert und eingemottet. Aber trotzdem ging auf Amrum einiges zu Bruch – unter anderem in Wittdün Schaukästen und Restaurantbeleuchtungen, sowie Straßenschilder, die einfach umgeknickt sind. Die Wittdüner Feuerwehr musste gegen 5 Uhr morgens wegen eines umgestürzten Baumes ausrücken, ansonsten vermeldeten die Amrumer freiwilligen Feuerwehren keine Einsätze, ebenso gab es auf den Inseln keine Personenschäden zu vermelden.

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