FSV Wyk : Helu-Heim: Neubau ist fast fertig

Die Mitglieder des Bauausschusses informierten sich vor Ort.
Die Mitglieder des Bauausschusses informierten sich vor Ort.

Politiker und Vereinsmitglieder nahmen das Gebäude in Augenschein. Fussballer planen zum Rückrundenstart mit der Spiel-Premiere.

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19. Juni 2015, 09:00 Uhr

Gleich zwei Ausschüsse der Stadt Wyk befassten sich in jüngster Zeit mit dem Helu-Heim. Bei einem Ortstermin besichtigten die Mitglieder des Bauausschusses das Gebäude, das, so Architekt Jan Lorenzen, bis Ende dieses Monats fertiggestellt sein wird. Dann sei es Sache des Vereins, für die Küche, die Tresenanlage und das Mobiliar zu sorgen. Die Wyker Kommunalpolitiker waren sich nach einem Rundgang durch die Räume und die sanitären Anlagen einig, dass hier ein schönes Gebäude entstanden ist.

Eigentlich wollte sich der Finanzausschuss einige Tage später in nichtöffentlicher Sitzung ebenfalls mit dem Helu-Heim befassen. Die Mitglieder entschieden sich jedoch dafür, die weitere Vorgehensweise öffentlich zu beraten, als Zeichen dafür, dass die Arbeiten nun rasch abgeschlossen werden sollen. Denn bei der Begehung mit dem Bauausschuss hatte Lorenzen darauf hingewiesen, dass einige Arbeiten noch auszuschreiben sind. So sind noch Beleuchtungskörper im Außenbereich und für den Aufenthalts- und Clubraum sowie die Eingangshalle und die öffentlichen WC-Anlagen zu installieren. Dazu kommt die Außenanlage mit Ausnahme des Sportplatzes, der ureigenste Sache des Vereins sei, wie Wyks Bürgermeister Paul Raffelhüschen schon im Vorfeld klargestellt hatte. Folglich sind einzig der Bereich, der direkt um das Haus herumführt, sowie die Zuwege zum Eingang und zum Parkplatz herzurichten.

Arbeiten, die, anders als ursprünglich geplant, ebenfalls die Stadt übernehmen wird, wie der Finanzausschuss einstimmig entschied und damit der Empfehlung des Bauausschusses folgte. „Das Gebäude muss fertiggestellt werden, damit der Verein es in Betrieb nehmen kann“, begründete der Vorsitzende Jürgen Poschmann (CDU) die Entscheidung. Die auf Grund eines Missverständnisses notwendig wurde, hieß es dazu, aber eine behindertengerechte Zugangsrampe zu diesem Gebäude sei unerlässlich.

Frust über das Verhalten des FSV wurde bei dieser Sitzung überdeutlich. „Jeder andere Verein würde sich ein Loch in den Bauch freuen, wenn er solch ein super Gebäude bekommen würde“, machte Holger Frädrich (SPD) deutlich. Doch von den Vertretern des FSV sei beim Ortstermin nur Gemotze zu hören gewesen. Auch Fraktionskollege Peter Schaper ärgerte sich darüber, „wie wir vorgeführt worden sind“. Eigentlich sollte das gesprochene Wort gelten, zeigte er kein Verständnis für die komplette Verweigerung des FSV bei der zugesagten Eigenleistung.

Till Müller (Grüne) befand, dass ein derartiges Gebäude auch so gut wie möglich genutzt werden sollte. Die jetzt gemachten Erfahrungen sollten bei künftigen Projekten darin münden, dass die „Eigenleistungen festgezurrt werden“ und das Versprochene auch wirklich gehalten werde. Der Frust über die Begleiterscheinungen beim Bau des Helu-Heimes wurde allgemein geteilt. Bürgermeister Paul Raffelhüschen brachte zum Abschluss die Hoffnung zum Ausdruck, dass die neue Veranstaltungsleitung Ideen zur weiteren Nutzung des Helu-Heimes entwickeln wird.

Derweil plant der FSV mit der Premiere zum Rückrundenstart Anfang September. Zuvor hofft der Vorsitzende Gerd Köster, das Gebäude der Öffentlichkeit bei einem Tag der offenen Tür vorzustellen zu können.

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