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In Wittdün : Heimat für Schollen und Strandkrabben

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Nach dem Abriss der Nordseehalle: Neue Nationalpark-Ausstellung der Schutzstation Wattenmeer auf Amrum eröffnet.

shz.de von
erstellt am 01.Apr.2016 | 09:00 Uhr

Nach dem Abriss der Wittdüner Nordseehalle und der alten Kurverwaltung suchte die Amrumer Station der Schutzstation Wattenmeer ein neues Zuhause. Dieses fand sie im Amrumer Badeland. Nachdem bereits vor einem knappen Jahr die freiwilligen Mitarbeiter dort eine neue Unterkunft fanden, konnte jetzt die neue Ausstellung feierlich eröffnet werden, in der nun auch Strandkrabben, Schollen und Einsiedlerkrebse eine neue Heimat haben.

Der Wittdüner Bürgermeister Jürgen Jungclaus betonte die gute Zusammenarbeit seiner Gemeinde mit der Naturschutzgesellschaft. „Wir freuen uns, dass die Schutzstation Wattenmeer wieder mit einer kleinen, aber feinen Nationalparkausstellung auf Amrum präsent ist“, sagte Jungclaus.

Harald Förster, Geschäftsführer des Vereins, bedankte sich für das Entgegenkommen der Gemeinde und lobte das gute Miteinander, das auch zu den anderen Naturschutzvereinen der Insel, dem Ömrang Ferian und dem Verein Jordsand, bestehe. Förster unterstrich zudem die jahrzehntelange Tradition der Schutzstation auf Amrum: „Im Sommer 1978 haben wir unser erstes Informationszentrum in Wittdün eröffnet.“ Zuvor sei die Insel damals von den Halligen Hooge und Langeneß mitbetreut worden. Amrum sei von Beginn an ein wichtiger Standort im Netzwerk der Schutzstationen gewesen. Heute ist die Vereinigung wichtigster Umweltbildungspartner im gesamten Nationalpark Wattenmeer mit mehreren tausend Veranstaltungen pro Jahr.

„76 Prozent unserer Gäste kommen wegen der atemberaubenden Natur nach Amrum“, stellte Frank Timpe, Vorstand der Amrum-Touristik, das Ergebnis einer Umfrage unter Inselgästen vor. Dieses unterstreiche die Wichtigkeit der Amrumer Naturschutzvereine. Das hörte auch Dr. Thomas Chrobock gern, Leiter des Naturzentrums Amrum des Öömrang Ferian, der allen Beteiligten zu der neuen Einrichtung im Amrumer Süden gratulierte. Michael Klisch, einer der beiden Amrumer Stationsleiter, schilderte den Aufbau der neuen Ausstellung von der ersten Inaugenscheinnahme der Räumlichkeiten, der Konzeption und dem Aufbau der Ausstellung. Die Amrumer Freiwilligen der Schutzstation, Canan Aksu, Marie Bock, Larissa Gatzke und Jan Raber, berichteten über die Naturschutz- und Umweltbildungsarbeit der Schutzstation Wattenmeer auf Amrum. Harald Förster beendete den offiziellen Teil schließlich mit der langerwarteten Eröffnung der neuen Ausstellung.

Das Informationszentrum und die Ausstellung im Amrumer Badeland, Schwimmbadstraße 1 in Wittdün, ist ab sofort täglich, außer montags, von 13 bis 15 Uhr geöffnet.

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