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Föhr-Cup : "Halsenpapst" kann es immer noch

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Beim Föhr-Cup der Windsurfer setzt sich noch einmal die Routine durch - Torsten von Schachtmeyer gewinnt zum vierten Mal.

shz.de von
erstellt am 16.Mai.2013 | 08:21 Uhr

Nieblum | Der liebe Gott muss Windsurfer sein. Denn am zweiten Wettkampftag - nach knapp zehn Tagen mit Flaute und zwischenzeitlichem Vorgeschmack auf den Sommer - gab es für die Windsurfer des 33. Föhr-Cups ordentlich Wind und entsprechend viel zu tun. Nach drei Tagen Surfen am Nieblumer Surfstrand stand fest: Der große Generationswechsel auf dem Siegertreppchen ist bei den Föhr-verliebten Surf cracks nur noch eine Frage von zwei oder drei weiteren Regatten. Umso überschwänglicher feierten noch einmal die Routiniers.

Den "Föhr-Cup" für das schnellste gefahrene Rennen gewann - 17 Jahre nach seinem ersten Sieg und zum vierten Mal insgesamt - "Halsenpapst" Torsten von Schachtmeyer aus Bad Oldesloe. Er holte sich dazu noch den Gesamtsieg und den ersten Platz in der Wertung der reiferen Surfer über 40. Bei den Herren siegte der Lufthansa-Pilot Jan Neumann aus Frankfurt. Besonders bei den Damen wird der Nachwuchs frech: Janne Besendahl verwies ihre Mutter Caro auf den dritten und Katharina Holstein auf den zweiten Platz.

Und auch bei den Jugendlichen gab es besonderen Grund zum Feiern: Michele Becker aus Bargteheide sicherte sich zum dritten Mal in Folge den Sieg und kann mit dem Jugendpreis jetzt lebenslang sein Zimmer schmücken. Finn Thede aus Kiel - ebenfalls ein Föhr-Cup-Gewinner - gewann die Sonderwertung am Freitag: Er schaffte innerhalb einer Stunde 24 Runden auf einem knapp über einen Kilometer langen Rundkurs und zerlegte bei der kraftraubenden Siegerehrung am Sonnabend - wie es sich gehört - einen kapitalen Schinken in mundgerechte Portionen.

Während die beiden anderen Tage eher etwas für Balance-Spezialisten und Freunde von zeltplanengroßen Segeln waren, zeigte der zweite Regattatag den aus der ganzen Republik angereisten Sportlern, wie herausfordernd das Surfrevier vor Nieblum sein kann - und wieso sie regelmäßig zu Himmelfahrt am Start sind: Wind mit Stärke sechs und fiese Wellen verlangten den Sportlern alles ab - und manchen lief noch Stunden nach der letzten Runde Salzwasser aus den Stirnhöhlen.

Der frische Wind war für Regattaleiter Dirk Hückstädt vom Nieblumer Wassersportcenter auch Grund, die ursprünglich geplante Catamaran-Regatta gar nicht erst zu starten. "Sicherheit geht vor. Die fahren sich sonst gegenseitig über den Haufen", lautete die knappe aber einleuchtende Begründung des Cheforganisators. Er hatte sich in den Wochen vor der Regatta die Nächte um die Ohren gehauen und konnte sich nach den drei Renntagen des 33. Föhr-Cups über das Lob der Teilnehmer freuen. Von denen gab es - passend zur Schnapszahl - eine gute Flasche Whiskey als Dankeschön. Ob der gute Tropfen wirklich 33 Jahre gereift war, wie auf dem Etikett behauptet, bleibt ein Geheimnis. Was demgegenüber aber schon heute alle wissen: Am Himmelfahrts-Donnerstag 2014 soll es wieder losgehen. Dann wird der Föhr-Cup Nummer 34 angeschossen. Und am Nieblumer Strand wird es wieder etwas enger.

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