zur Navigation springen

Neubaugebiet in Wyk : Häuslebauer bleiben vorerst unter sich

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Der Mietwohnungsbau am Kortdeelsweg kommt nur schleppend voran. Für ein Grundstück wurde nun ein Architektenwettbewerb ausgelobt.

Auch im Jahr vier nach den ersten Gesprächen über kostengünstigen Wohnraum für Insulaner können Wyks Politiker noch keine nennenswerten Erfolge vorweisen. Immerhin war die Stadtvertretung einstimmig einer Empfehlung des Finanzausschusses gefolgt, einen Architektenwettbewerb auszuschreiben. Einige Planungsbüros sollten angeschrieben und um Entwürfe gebeten werden.

Dass für ein Grundstück in der Größe von 1900 Quadratmetern bereits ein Wettbewerb ausgelobt worden sei, hatten die Mitglieder des Bauausschusses in der jüngsten Sitzung erfahren. Drei Gebäude sollen hier entstehen; laut Bebauungsplan sind bei 9,5 Metern Höhe zwei Vollgeschosse möglich. Die maximal überbaubare Grundfläche beträgt 667 Quadratmeter (Grundflächenzahl: 0,35).

„Es gilt, zwischen Schönheit und Wirtschaftlichkeit abzuwägen“, warb Dr. Silke Ofterdinger-Daegel (Kommunale Gemeinschaft) dafür, das Maximum nicht auszuschöpfen. Angestrebt werden soll aus städtebaulicher Sicht vielmehr eine abgestufte Bauweise, um einen vertretbaren Übergang zu der derzeit entstehenden eingeschossigen Bebauung zu schaffen. Sechs Wohnungen unterschiedlicher Größe sind je Gebäude vorgesehen. Als zu enges Korsett für die Architekten befand Till Müller (Grüne) diese Regelung: „Eine gute Idee mit neun Wohnungen pro Haus wäre auch in Ordnung.“

Zwingend sind die Kostenvorgaben des öffentlich geförderten Wohnungsbaus, die nach den aktuellen Förderrichtlinien des Landes 5,25 beziehungsweise 7,50 Euro pro Quadratmeter vorsehen. Hier warnte Müller davor, sich auf den Maximalwert zu fokussieren, der noch gefördert werde. Ziel müsse sein, weit unter diesem Preis zu bleiben. 5,25 Euro pro Quadratmeter seien die echte Sozialmiete, die angestrebt werden sollte. Könne dieser niedrige Wert nicht erreicht werden, regte Müller eine Mischkalkulation an, um größere Bandbreiten zu erreichen.

Ausdrücklich befürwortet von allen Fraktionen wird die Nutzung regenerativer Energieformen. Hier könnte eine eventuell notwendige Heizungsanlage als Heizwerkzentrale dienen, so Daegel, „die auch das erweiterte Gebiet, etwa die Personalwohnungen des Hotel-Investors Wolfgang Müller, und weitere Wohnungen oder Häuser, die auf dem Gelände entstehen werden, versorgen kann“.

38  000 Euro wird der Wettbewerb kosten. „Eine Menge Geld“, betonte Erland Christiansen (CDU). Nicht zuviel, befanden dagegen dessen Parteifreunde Lars Schmidt und Claudia Andresen. Handle es sich doch, so Schmidt, „um den letzten Versuch, dort etwas auf die Beine zu stellen“.

zur Startseite

von
erstellt am 15.Mär.2016 | 09:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen