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Vor dem Aquaföhr : Gute Laune beim Farbspektakel

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Bei Disco-Musik und Holi-Feeling feierten vor allem junge Menschen fröhlich am Inselstrand. Entgegen aller Prognosen spielte auch das Wetter mit.

Seit 2012 gibt es Holi-Veranstaltungen in Deutschland und im Zuge des Bemühens, etwas für Jugendliche und junge Erwachsene zu tun, holte die Wyk auf Föhr Touristik GmbH (WTG) dieses farbenfrohe Ereignis an den Wyker Sandstrand. Mit dem indisch-nepalesischen Original hat dies allerdings wenig zu tun, denn dort kann dieses Fest bis zu fünf Tage dauern und ist nicht nur bunt, sondern auch sakral gefärbt.

Etwa 250 Tanzwillige und Farbaffine fanden sich bereits am Sonnabendnachmittag auf einem abgesperrten Strandabschnitt vor dem Aquaföhr ein. Discjockey Max Fail ließ die Bässe der aktuellen Charts wummern und etwa halbstündig wurde ein Countdown heruntergezählt, an dessen Ende die Farbe in die Luft geworfen wurde und sich das typische Holi-Bild ergab: Eine bunt vernebelte Menschenmenge hüpft im Takt der Musik.

Von der im Vorfeld dieser Veranstaltung geführten Diskussion um Gesundheit, Umweltschutz, Sinnhaftigkeit und Platzierung war am Strand bei Teilnehmern und Beobachtern fast nichts zu spüren. „Wir haben 15-jährige Zwillinge, die sich sehr auf diese Aktion gefreut haben und schließlich war es ein Argument, dass sie in diesem Jahr überhaupt noch mit uns in den Urlaub fahren“, berichtete etwa ein Ehepaar aus Köln. Auch die Kritik können die beiden nicht verstehen, denn „eigentlich ist dies doch nichts anderes als eine Strand-Disco mit etwas Farbpuder“. Ähnlich sieht dies auch eine Urlauberin aus Hamburg: „Meine Tochter ist 17 und wir sind heute erst angekommen. Sie hat hier sofort Anschluss gefunden und ist total happy. Ich kann hier inzwischen gemütlich einen Kaffee trinken und das tolle Wetter genießen“. Auch Einheimische nahmen an dem bunten Treiben teil. Eine junge Wrixumerin meint: „Ist doch alles super! Klasse Musik und tolle Stimmung am Strand. Besser gehts nicht. Nur die Farbe ist etwas teuer“.

Das tat aber der Stimmung keinen Abbruch und ein Zuschauer aus Hannover, der seit 15 Jahren seine Urlaube auf Föhr verbringt, meint: „Ich wünsche mir mehr solche Aktionen für Jugendliche. Man muss sich allerdings im Klaren sein, dass es mit der Besonnenheit und der Ruhe auf der Familieninsel kurzfristig vorbei ist. Aber was solls: Es ist für einen Nachmittag und an einem Strandabschnitt. Für mich ist dies ein im wahrsten Sinne bunter Fleck auf dem Veranstaltungskalender“.


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