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Katholische Kirche St. Marien : Grundsteinlegung vor 40 Jahren

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Aus der Redaktion des Insel-Boten

Annemarie Heyden, seinerzeit erste Vorsitzende des Pfarrgemeinderats und Mitglied des Kirchenvorstands, tätigte an der Seite von Pfarrer Gerhard Wache die symbolischen Hammerschläge.

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erstellt am 11.Mai.2014 | 08:00 Uhr

40 Jahre ist es her, dass der Grundstein für die Marienkirche am Rebbelstieg gelegt wurde. Annemarie Heyden, seinerzeit erste Vorsitzende des Pfarrgemeinderats und Mitglied des Kirchenvorstands, tätigte an der Seite von Pfarrer Gerhard Wache die symbolischen Hammerschläge, nachdem eine Ausgabe des Insel-Boten, eine Urkunde und einige Münzen einzementiert worden waren.

In ihrer Ansprache verwies Heyden auf die Notwendigkeit, eine Kirche zu bauen. Denn zuvor hatten die Gottesdienste in der Mühlenstraße stattgefunden. Dort war 1899 eine Kapelle erbaut worden, die anfangs gegen Entgelt genutzt werden konnte und 1904 in den Besitz des Bistums Osnabrück überging und der Pfarrgemeinde Flensburg zugeordnet wurde. Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges sollte es nur während der Saison regelmäßige Gottesdienste geben, die sogenannte „Strandpfarrer“ hielten.

Mit den Flüchtlingen nach dem Zweiten Weltkrieg kamen auch zahlreiche Katholiken nach Föhr und die Gemeinde erhielt mit dem aus Ostpreußen stammenden Pastor Josef Pobozyni ihren ersten eigenen Geistlichen. Ihm folgte 1951 der holländische Pater Andreas Elfrink, der nach einem Jahr von Pastor Ernst Hüttermann abgelöst wurde. Unter Hüttermann wurde die Kapelle im Jahr 1955 erweitert und das Pfarrhaus an der Mühlenstraße erbaut. 1964 folgte Pastor Günter Wesses und 1968 Pastor Peter von Geisau.

Die Zahl der katholischen Kurgäste war mit den Jahren weiter gestiegen und die Kapelle häufig überfüllt. Als immer öfter Gläubige bei geöffneter Kirchentür auf der Straße am Gottesdienst teilnehmen mussten, wurde der Bau eines größeren Gotteshauses unausweichlich. Pastor von Geisau gelang es 1971 schließlich – mit Hilfe des Kirchenvorstandsmitgliedes Wilhelm Schneider – das Grundstück am Rebbelstieg zu erwerben.

1972 übernahm Gerhard Wache das Pfarramt und im März 1973 wurde der Husumer Architekt Hans-Jochen Feddersen mit der Planung des Pfarrzentrums beauftragt. Nicht das einzige Ereignis in diesem Jahr, denn im August 1973 wurde durch die Trennung von der Mutterpfarrei Flensburg die selbstständige Kuratiegemeinde St. Marien mit eigenem Kirchenvorstand errichtet.

Im Frühjahr 1974 begannen die Bauarbeiten für Kirche, Pfarrhaus und Gemeindezentrum. Am 2. Mai 1974 wurde der Grundstein gelegt und am 12. Juni wurde das Richtfest gefeiert. Noch im selben Jahr wurde die Kirche fertiggestellt und am 14. Dezember 1974 geweiht.

Gerhard Wache wurde 1985 von Pastor Johannes Langnickel abgelöst, dem 1998 der Pfarrhelfer Hans Lubkovicz folgte. Ab 2003 war die Gemeindeassistentin Beate Kaltenbach und ab August 2008 die Gemeindereferentin Angelika Burgdorf tätig. Nach dem Diakon Ulrich Bork kümmert sich seit September 2013 Gemeindereferentin Claudia Mainka um die Belange der Gemeinde, die auf Föhr zirka 650 und auf Amrum etwa 200 Mitglieder zählt. Verantwortlich ist seit 2002 der Niebüller Pfarrer der Gemeinde St. Gertrud, Gerard Rzaniecki. In der Saison nehmen überwiegend Gastpriester die Feier der Heilgen Messe wahr.

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