wie die profis : Grundschüler mit klasse Leistung bei eigener WM

Strahlende Sieger in ihren Altersgruppen: Spanien und die Niederlande (rechts) sicherten sich die Pokale.
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Strahlende Sieger in ihren Altersgruppen: Spanien und die Niederlande (rechts) sicherten sich die Pokale.

Auf dem Gelände des Schulzentrums erfolgte der Turnier-Anstoß zur dritten Rüm-Hart-Schul-Weltmeisterschaft, die seit 2006 stets parallel zur WM der großen Vorbilder stattfindet.

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16. Juni 2014, 18:00 Uhr

Auf dem Gelände des Schulzentrums erfolgte der Turnier-Anstoß zur dritten Rüm-Hart-Schul-Weltmeisterschaft, die seit 2006 stets parallel zur WM der großen Vorbilder stattfindet.

Längere Flüge mussten die Schüler angesichts des zentral gelegenen Sportplatzes nicht hinter sich bringen. Die Tore, Kreidemaschine und viel drum herum stellte der FSV Wyk. Allen Jungs und Mädchen war Fußballverrücktheit anzusehen. Die Parade der Aktiven lief mit selbst hergestellten, internationalen Trikot-Designs und Landes-Flaggen auf.

Mit liebevoller Vorbereitung, dem Aufbau sowie gesundem Frühstück und Getränken klappte auch die Unterstützung der Eltern. Als Schiedsrichter-Team waren ehemalige Rüm-Hart-Schüler dabei – eigens vormittags vom Unterricht befreit, um die Partien pfeifen zu können. Einige der Schiris spielten hier schon vor acht Jahren im Grundschulalter mit. So blieb die Verbundenheit zu ihrer ehemaligen Schule bestehen.

Zum Regelwerk: fünf Feldspieler und ein Torhüter bildeten jeweils ein Team, gespielt wurden zwei Halbzeiten à sieben Minuten mit Seitenwechsel  - Torwarttore waren nicht zulässig. Beteiligt waren die Schulklassen eins bis vier. Auch auf die Frauenquote wurde strikt geachtet: mindestens zwei Mädchen sollten im Spiel mit um Tore kämpfen, was auch gelang.

Warmlaufen, Aufstellungstaktik, Mannschaftsfotos – Klinsmanns Erben hatten Spaß, genauso wie viele Eltern und das Rüm-Hart-Lehrerkollegium. Ein leckeres Früchte- und Stullen-Buffet sorgte zudem für das leibliche Wohl.

Ohne das DFB-Team in Brasilien unter Druck setzen zu wollen: Die deutsche Knirps-Mannschaft gewann ihr Auftaktmatch – allerdings gegen die Schweiz – mit 10:1. Gefühlt halbminütlich klingelte es auch bei den anderen Begegnungen und auf den vier parallel bespielten Plätzen beulten sich die Tornetze aus.

Dirk Eisersdorff, Lehrer der Rüm-Hart-Schule, erläuterte den wichtigen Grundgedanken: „Kinder, Eltern und Lehrer sollen den Ort Schule einmal ganz anders erleben“. Gemeinsam und sportlich, mitfiebern und feiern – nicht nur büffeln. Beim Tipp-Spiel winkte einmal Hausaufgaben-Frei. Alle vier Klassenstufen konnten mittippen.

Dass im Alter sportliche Leistungen keine Seltenheit sein müssen, belegte die Partie Eltern gegen Lehrer (4:2). Umjubelt von kleinen und großen Kindern glich der Rasen längst einer Torfabrik. Purer Kampf, gemischt mit graziösen Verrenkungen – dieses Duell dürfte allen Erwachsenen noch in den Knochen stecken. Zur Siegerehrung nahmen alle Spieler Medaillen in Empfang. Jeweils einen Pokal räumten Spanien (1./2. Klasse) und Niederlande (3./4. Klasse) ab. Und bei weiteren Rüm-Hart-Turnieren wird es wohl keinen Schiedsrichter-Mangel geben. Fröhliche Team-Fotos und so manche Anekdote halten diesen Tag in guter Erinnerung.

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