Tagespflege für Demenzkranke : Grünes Licht für die Erweiterung?

Damit auf der Freifläche am rückwärtigen Teil des Johanneshauses gebaut werden darf, muss eine B-Plan-Änderung her. Foto: Dirk Jenßen
Damit auf der Freifläche am rückwärtigen Teil des Johanneshauses gebaut werden darf, muss eine B-Plan-Änderung her. Foto: Dirk Jenßen

Sören Zastrow, Leiter des Wyker Johanneshauses, würde sofort eine Einrichtung zur Tagespflege älterer, demenzkranker Menschen bauen. Doch zuerst muss der Bauausschuss über die B-Plan-Änderung entscheiden.

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16. Januar 2009, 10:01 Uhr

Wyk | "Auch demenzkranke Menschen sollten so lange wie möglich in ihrer vertrauten Umgebung leben können. Da sich aber die Angehörigen oft nicht ständig um sie kümmern können, wäre eine Einrichtung zur Tagespflege wünschenswert." Sören Zastrow brachte so die Idee, im Garten des Johanneshauses ein spezielles Gebäude für die Tagesbetreuung zu errichten, auf den Punkt.

Dieses Projekt hat der Leiter des Johanneshauses bereits ausführlich mit dem Seniorenbeirat der Stadt beraten, und auch für die Ausschussmitglieder war es nicht vollkommen neu, hatten sie sich doch bereits mit einer entsprechenden Bauvoranfrage zu befassen gehabt.

In der jüngsten Sitzung dieses Gremiums ging es den Kommunalpolitikern nun darum, ausführlichere Informationen von Sören Zastrow zu erhalten.
Nischen finden

Auf die Idee der Tagespflege sei man gekommen, als es darum ging, "Nischen" im Betreuungsangebot auf Föhr zu finden. Solch ein Vorhaben ist nach Zastrows Aussage nur für eine gemeinnützige Organisation sinnvoll, da es dabei wenig zu verdienen gebe.

"Angepeilt" wird ein eingeschossiger, ebenerdig zu erreichender Bau, als teilstationärer Bereich, in dem zwölf Pflegebedürftige während des Tages komplett betreut und therapiert werden können. Der Neubau soll vom Sylter Weg aus einen eigenen Eingang erhalten und durch einen Versorgungsgang mit dem Johanneshaus verbunden werden.
Hemmschwelle niedrig halten

Die Menschen würden dann von zu Hause abgeholt und auch wieder zurückgebracht werden und könnten dann auch aus der Küche des Johanneshauses mit versorgt werden. Die räumliche Trennung vom Johanneshaus hat laut Zastrow den Vorteil, dass die Hemmschwelle für die betreuten Menschen niedriger wäre.

Der Leiter stellte zudem in Ausssicht, dass mit dieser Einrichtung, in die rund 500.000 Euro investiert werden sollen, auch die Schaffung von fünf neuen Arbeitsplätzen verbunden sei.
Noch ist der Garten ausgewiesene Grünfläche

Als Standort des neuen Gebäudes käme der große Garten hinter dem Johanneshaus in Frage, der auch dieser Einrichtung gehört. An diesem Punkt kommt nun der Bauausschuss ins Spiel, ist doch dieser Garten als Grünfläche ausgewiesen, was eine entsprechende Änderung des Bebauungsplanes Nummer 5 notwendig macht.

Die Ausschuss-Mitglieder hatten dann auch wenig Einwände zu diesem Projekt. Doch bevor sie endgültig die Weichen für die B-Plan-Änderung stellen, wollen sie dieses Vorhaben noch in den Fraktionen diskutieren.

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