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Kommunalwahl 2013 : Grüne: Keine COGrüne: Keine CO2-Verpressung

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erstellt am 18.Mai.2013 | 08:46 Uhr

Ein klares Nein zur Kohlendioxidverpressung (CCS) steht bei den Wyker Grünen ganz oben auf der Agenda. Die Schäden, die durch eine Verpressung entstehen, seien irreversibel. Das Verhalten von Kohlendioxid im Untergrund sei nach wie vor nicht berechenbar. CCS sei teuer und energieaufwendig. Diese Pläne der EU würden ein Umdenken in der Energiewirtschaft verhindern und den Bau weiterer Kohlekraftwerke begünstigen. "Wir werden uns auch weiter für die Änderung des Bergbaugesetzes aus dem 19. Jahrhundert einsetzen", kündigen die Grünen an.

Die Trinkwasserversorgung, so eine weitere Forderung der Grünen, müsse weiter in der öffentlichen Hand verbleiben. Grundwasser gehöre zu den Grundnahrungsmitteln und dürfe nicht zum Spekulationsobjekt werden.

"Zu unserer Vorstellung von Lebensqualität gehören auch eine intakte Natur, Ruhe und müllfreie Meere", erklären die Grünen und kündigen an, dass sie sich für müllfreie Straßenfeste und ein naturnahes Strandkonzept einsetzen wollen. Erneut müsse die Verkehrsbelastung der Stadt auf den Prüfstand, Luft- und Lärmbelastung seien für den Bürger nur schwer zu ertragen.


Dezentrale Energie



Ein zweites Heizkraftwerk in Wyk lehnen die Grünen ab. Sie wünschen bürgerbezogene dezentrale Lösungen anstelle eines großen Kraftwerks hinter dem Schulgelände mit jahrzehntelanger Abhängigkeit von der Preispolitik des Betreibers. Die Grünen fordern als ersten Schritt sofort eine Überprüfung dezentraler Energieversorgungsmöglichkeiten für Wyk, mit dem Blick auf eine gesamtinsulare Lösung.

Bereits im März 2012 haben die Grünen einen Antrag an die Stadtvertretung gestellt, sich der Wohnraumproblematik gemeinsam mit Föhr-Land zu stellen. Nun seien einige positive Weichen gestellt worden, und sie erwarten eine bürgerfreundliche und professionelle Entwicklung der Wohngebiete.

Die Grünen treten außerdem dafür ein, dass eine stärkere Beteiligung der Bürger an der Entwicklung der Stadt Wyk und der ganzen Insel Föhr ermöglicht wird. Der Gesetzgeber habe zwar dafür gesorgt, dass Bürger zu Planungsvorgängen Stellung nehmen können und Fachausschusssitzungen öffentlich sein müssen, doch da sei es meist bereits zu spät. Die Möglichkeit für eine Beteiligung müsse vorher ansetzen, auch sollte es ein Forum geben, in dem Ideen der Bürger einfließen können.

Die Grünen sind überzeugt davon, dass die Insel als "eine Gemeinde Föhr" viele Probleme besser lösen könne, als jede Kommune für sich alleine. Die Synergieeffekte wären enorm. "Wir wollen da weiter am Ball bleiben", kündigen die Grünen an. .

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