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föhrer gemeinde-tradition : Großes musikalisches Potenzial in St. Nicolai

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Aus der Redaktion des Insel-Boten

Auch in diesem Jahr boten drei Chöre, die Flötengruppe von Angela Bruchwitz sowie die Bläser Andreas (Trompete) und Joschka Veith (Euphonium) unter der Gesamtleitung von Kantor Martin Bruchwitz beste Unterhaltung.

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erstellt am 17.Dez.2013 | 08:00 Uhr

Das Weihnachtskonzert der Kirchengemeinde St. Nicolai ist längst kein Geheimtipp mehr. So boten auch in diesem Jahr drei Chöre, die Flötengruppe von Angela Bruchwitz sowie die Bläser Andreas (Trompete) und Joschka Veith (Euphonium) unter der Gesamtleitung von Kantor Martin Bruchwitz beste Unterhaltung.

Einmal mehr konnte der Kinderchor unter der Leitung von Pastorin Hanna Wichmann überzeugen. Text- und Melodiesicher präsentierten die jüngsten der Akteure mit „Drei Schiffe sah ich segeln“ eines der bekanntesten englischen Weihnachtslieder. Dabei natürlich auch der traditionelle Klassiker des Chor-Nachwuchses, das spanische Lied „Gatatumba“. Der Spaß der Kinder an diesem stimmungsvollen Gesang sprang auch in diesem Jahr auf die Konzertbesucher über.

Mit vier Titeln war der Gospel-Chor „Unföhrgetable“ unter der Leitung von Andrea Arfsten vertreten. Der dem nahenden Fest auf seine Weise Rechnung trug und neben zwei Gospel-Klassikern ein englisches Weihnachtslied aus der Mitte des 18. Jahrhunderts und ein irisches Weihnachtslied im musikalischen Gepäck hatte. „Christmas in the old mans hat“, so der Titel, wurde originell gesungen von den Chorsolistinnen Ulrike Hille und Bettina Michaelis.

Vier Stücke trug schließlich die Kantorei bei, allesamt schwierig und von Martin Bruchwitz auf dem Klavier begleitet. „Um die fehlenden Männerstimmen zu ersetzen“, erklärte der Kantor, die dem Chor, insbesondere im Tenorbereich, nach wie vor fehlen. Fünfstimmig erklang die „Hosianna dem Sohne Davids“, und mit „Ich steh an deiner Krippen hier“, präsentierten die Sänger einen Satz aus dem zweiten Teil des Weihnachtsoratoriums. Mit einem Gloria aus der Deutschen Messe von Franz Schubert („Ehre sei Gott in der Höhe“), erklang schließlich ein Werk, das sehr in die Romantik ging, ebenso wie das „Tollite hostias“ aus dem Weihnachtsoratorium von Camille Saint-Saëns.

Ob Hanna Wichmann, Andrea Arfsten oder Martin Bruchwitz („Für mich ist immer sehr wichtig, dass die Sänger sich wohl fühlen“), alle zeigten sich mit der Leistung ihrer jeweiligen Chöre zufrieden. Wie das Publikum, das die Darbietungen mit dem verdienten Applaus belohnte. Was nicht wundert, denn der Charme der Weihnachtskonzerte ist die gebotene Vielfalt, die das große musikalische Potenzial der Gemeinde verdeutlicht. Ein weiter Bogen wird geschlagen, vom Kinder- über den Gospelchor bis zur Kantorei, hervorragend ergänzt um die Bläser und den Flötenchor. Erneut konnten die Schüler von Angela Bruchwitz mit der musikalischen Kurzgeschichte „Christmas in New York“ überzeugen, und wieder übernahm Pastor Jörg Weißbach eindrucksvoll die Rolle des Sprechers.

Eindrucksvoll auch die Bläser, die als musikalische Klammer fungierten. Wunderbar passende, festliche Musik präsentierten Andreas und Joschka Veith mit einer Sonata eines alten Barock-Meisters, von Martin Bruchwitz am Klavier begleitet. Der Kantor steuerte an „seinem“ Instrument auch die Zwischenstimmen bei, als Vater und Sohn zwei Advents- und einen Weihnachtschoral präsentierten. „Ein gelungener Auftritt“, lobte Martin Bruchwitz das Duo, das er bereits für das kommende Jahr „verpflichtet“ hat.

Mit „Mache dich auf und werde Licht“ stimmten Mitwirkende und Besucher schließlich einen von Andreas Veith auf der Trompete begleiteten Kanon an. Und als großes Finale sangen 150 Gemeindemitglieder gemeinsam „O du fröhliche“, bevor die rund 60 Akteure mit tosendem Beifall verabschiedet wurden.

 

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