Zwischen Föhr und Amrum : Großer Rettungseinsatz im Watt

Auf dem Wattwanderweg zwischen Föhr und Amrum herrscht nicht nur im Hochsommer Betrieb.
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Auf dem Wattwanderweg zwischen Föhr und Amrum herrscht nicht nur im Hochsommer Betrieb.

Ein Urlauber meldet Wanderer in Lebensgefahr. Tatsächlich handelt es sich um eine geführte Tour bei ablaufendem Wasser.

shz.de von
17. Mai 2015, 21:22 Uhr

Außer Spesen nichts gewesen: Besorgte Inselgäste lösten einen Großeinsatz aus. Sie hatten vom Strand aus mehrere Menschen vor Dunsum im Watt gesehen und vermutet, dass diese sich in Not befinden könnten. Die Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG), die Feuerwehren aus Utersum und Wyk sowie der Rettungsdienst wurden über die Leitstelle in Harrislee alarmiert: Sieben Personen befänden sich im Watt zwischen Föhr und Amrum, Lebensgefahr sei nicht ausgeschlossen.

Als die Rettungskräfte an der Einsatzstelle eintrafen, sahen sie die Wattwanderer in Höhe des Utersumer Haus des Gastes, weit vom Föhrer Ufer entfernt, in Richtung Amrum laufen. „Zu diesem Zeitpunkt lief das Wasser noch ab“, berichtet der DLRG-Einsatzleiter Andreas Hess. Trotzdem versuchten Mitarbeiter der DLRG von Utersum aus, sowie die Wyker Feuerwehr, die im Hafen gestartet war, die Gruppe mit Booten zu erreichen. Beide Boote kamen aber wegen des Niedrigwassers nicht nahe genug an die Wattwanderer heran. So blieb den Föhrer Rettungskräften nichts anderes übrig, als auf den Rettungshubschrauber aus Rendsburg zu warten.

Dessen Besatzung nahm Kontakt zu den Personen im Watt auf und meldete, dass es sich nur um eine harmlose geführte Wattwanderung handelte, die sogar angemeldet worden sei. Die Gruppe hatte zu diesem Zeitpunkt ihr Ziel, die Amrumer Küste, schon fast erreicht. So konnte der Einsatz nach etwas mehr als einer Stunde abgebrochen werden.

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