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achtern diek : Großer Andrang im Wyker Robbenzentrum

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Mit einem kleinen Festakt wurde bei Sekt und Musik die neue Ausstellung eröffnet. Diese informiert über das Leben der Meeressäuger und die Gefahren, die auf offener See auf die Tieren lauern.

shz.de von
erstellt am 14.Apr.2015 | 19:45 Uhr

„Wir Menschen leben in der Natur und sind selbst Natur, deshalb sollten wir diese mit all ihren Lebewesen schützen.“ So begründet André van Gemmert vom Robbenzentrum Föhr seinen Einsatz für die Seehunde in der Nordsee. „Es ist unsere Passion“, fügt seine Lebensgefährtin und die Leiterin der Einrichtung am Deich, Janine Bahr, hinzu. Dort wurde jüngst mit Musik und Sekt eine neue Ausstellung eröffnet, die über das Leben der Meeressäuger und die Gefahren informiert, die auf offener See auf die Tieren lauern.

Sechs Monate hatten die Vorbereitungen für die Ausstellung gedauert, und nicht immer lief alles glatt. „Gestern Abend haben wir lange gearbeitet und noch vor einigen Tagen hatte ich nicht geglaubt, dass alles rechtzeitig fertig wird“, zeigte sich Bahr sichtlich erleichtert. Zumal morgens noch ein Notfall behandelt werden musste, „das hat alles nochmal verzögert“.

Es war ganz schön was los im Robbenzentrum. Viele Neugierige waren gekommen, dazu noch Unterstützer des Zentrums und der Wyker Bürgermeister Paul Raffelhüschen, der die Robben als einen „Teil von Föhr“ bezeichnete. „Sie gehören hier einfach dazu. Sie brauchen uns und wir kümmern uns um sie.“ Tierärztin Kirsten Tönnies, Weggefährtin von Janine Bahr, betonte noch einmal den Schutz der Robben: „Lokal scheint es den Tieren gut zu gehen, aber global gibt es immer noch zu wenige.“

Janine Bahr möchte mit der Ausstellung und ihren Führungen erreichen, dass die Menschen sich mehr für die Tiere einsetzen. „Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass die Robben sich so gut vermehren“, sagt die „Notärztin“ für verletzte und geschwächte Seehunde. Um 20 bis 40 Tiere kümmert sie sich im Jahr. Im Frühsommer seien es verlorene Jungtiere, später im Jahr eher Lungenwürmer, die die Tiere bedrohten.

Um auch weiterhin diese Arbeit leisten zu können, ist das Robbenzentrum auf Spenden und Freiwillige angewiesen, denen Bahr noch einmal ganz besonders dankte. „Ohne sie wäre das alles nicht möglich.“ Um die Tiere auch weiterhin schützen zu können, ist die Unterstützung vieler nötig. Und die hoffen Janine Bahr und André van Gemmert mit ihrer Ausstellung zu bekommen.

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