schiffsunfall im amrumer hafen : Großeinsatz auf dem Fähranleger

Das Hafengelände wurde zum  Landeplatz
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Das Hafengelände wurde zum Landeplatz

Knapp zwei Jahre ist es her, als bei einem missglückten Anlegemanöver der „Eilun“ etliche Schulkinder verletzt worden waren. Gestern hat es die „Adler-Express“ erwischt, und erneut gab es für die Amrumer Rettungskräfte einen Großeinsatz am Fähranleger.

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05. Juni 2014, 08:00 Uhr

Knapp zwei Jahre ist es her, als bei einem missglückten Anlegemanöver der „Eilun“ etliche Schulkinder verletzt worden waren. Gestern hat es die „Adler-Express“ erwischt, und erneut gab es für die Amrumer Rettungskräfte einen Großeinsatz am Fähranleger. Sämtliche Inselfeuerwehren waren ausgerückt, um die 27 Verletzten zu bergen und den kompletten Anleger abzusperren, der zum Hubschrauberlandeplatz umfunktioniert worden war. Die Rettungssanitäter der Insel und die beiden Amrumer Notärte wurden von Ärzten der Satteldüne und der Norddorfer AOK-Klinik unterstützt, auch eine Medizinerin aus der Schweiz, die auf Amrum Urlaub macht, half bei den Rettungsarbeiten.

Im Einsatz waren auch 120 Sanitäter und Ärzte des Rettungsdienstes des Kreises Nordfriesland, von denen viele von Husum-Schwesing nach Amrum geflogen wurden, während ihre Kollegen sich um die Patienten kümmerten, die mit Hubschraubern nach Schwesing gebracht und von dort in die nordfriesischen Krankenhäuser weiter transportiert wurden.

Die Verletzten waren zur Erstversorgung ins Wittdüner Reedereigebäude gebracht worden, ebenso wie Kinder einer Schulklasse, die bei dem Unfall unversehrt geblieben waren. Doch die Kinder wurden dann ganz schnell, um ihnen den Anblick der Verletzten zu ersparen, mit dem Feuerwehrauto ins Gerätehaus gefahren.

„Es sah fürchterlich und beklemmend im Fahrgastraum aus, als wir die schwer verletzten Passagiere von Bord geholt haben“, berichtet ein Feuerwehrmann. Man habe ein heilloses Durcheinander vorgefunden und überall waren Blutspuren. „Wir haben als erstes alle Verletzten geborgen und sie in den Warteraum des Reedereigebäudes gebracht“, berichtet ein anderer Feuerwehrmann der Insel.

Die Feuerwehrleute waren nicht nur mit der Bergung der Verletzten beschäftigt. Zum Zeitpunkt des Unfalls waren sehr viele Personen auf dem Anleger, wo Fähr- und Ausflugsschiffe abfahren sollten. „Da bedurfte es der nötigen Ruhe, um das Durcheinander zu ordnen und keinen Verletzten aus den Augen zu verlieren“, so ein am Einsatz beteiligter.

„Das hat alles sehr vorbildlich geklappt“ lobte der Amrumer Einsatzleiter Dietmar Hansen seine Leute. Die Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst, den Notärzten und die Unterstützung durch die Kliniken sei „ganz Klasse“ gewesen, so der Wittdüner Wehrführer.

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