zur Navigation springen
Insel-Bote

22. Oktober 2017 | 01:21 Uhr

Große Sprünge sind nicht möglich

vom

shz.de von
erstellt am 17.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Oldsum | Geht es nach dem Spitzenkandidaten der Oldsumer Wählergemeinschaft (OWG), Hark Riewerts, soll Politik mit Augenmaß und Menschenverstand auch in der kommenden Legislaturperiode die Arbeit der Gemeindevertreter bestimmen. "Es wurde immer sparsam und ohne große Fehlinvestitionen gewirtschaftet." Groß sei der Stellenwert der Landwirtschaft und wichtig auch künftig eine gesunde Infrastruktur: Handwerker, Kaufmann und Gastwirtschaft sowie die kleinen Cafés, Galerien und Geschäfte sollen ihren festen Platz im Dorf behalten. Sie prägten die inselweit einmalige Mischung aus Friesen-, Bauern- und Künstlerdorf.

Wichtig für die Bürger sei auch der Erhalt von Grundschule und Kindergarten im Nachbardorf Süderende; immerhin habe es in Oldsum im vergangenen Jahr nach Wyk die meisten Geburten gegeben. Gerade das friesische Profil von Schule und Kindergarten spreche für deren Erhalt. Hier könne sich die Gemeinde im Schulausschuss, bei der Schülerbeförderung und als friesische Minderheit aktiv einsetzen.

Nachgebessert werden müsse am Außendeich, die Arbeiten seien noch nicht abgeschlossen. Da die Zahl der Naturliebhaber unter den Feriengästen stetig zunehme, denke die Gemeinde bereits heute an die Zeit nach der Fertigstellung und plane eine Vogel-Beobachtungsstelle. Förderlich für den Tourismus, ein Bereich, in dem mit der Kündigung des Gesellschaftervertrages mit der Föhr Tourismus GmbH durch die Stadt Wyk eine weitere Baustelle entstanden ist. Eine Entwicklung, die für Riewerts allerdings auch die Chance auf einen Neuanfang bietet.

Die Freiwillige Feuerwehr will die OWG weiterhin nach Kräften unterstützen, für Riewerts immens wichtig angesichts der hohen Anzahl der Reetdachhäuser im Ort. Hier könne aber - nicht zuletzt aus Kostengründen - über eine Vernetzung der Aufgaben mit den Nachbarwehren nachgedacht werden. Denn große Sprünge lasse die Haushaltslage nicht zu. Gleichwohl seien Investitionen in das Wegenetz, immerhin das größte der Insel, unvermeidbar, die hohe Kosten verursachen würden. Um bei all diesen Aufgaben einen ausgeglichenen Haushalt zu erzielen, hält Riewerts Einschnitte in einigen Bereichen für unumgänglich und sagt eine echte Herausforderung für die neue Gemeindevertretung voraus.

Erfreulich sei, so Hark Riewerts, dass sich viele junge Leute über die Liste der Oldsumer Wählergemeinschaft haben aufstellen lassen und zusätzlich noch zwei Einzelbewerber antreten. "Das macht Mut und ist ein wichtiges Zeichen für die Zukunft unserer Gemeinde."

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen