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Große Klangvielfalt mit einem kleinen Instrument

vom

Schleswig-Holsten Musik Festival in der Boldixumer St.-Nicolai-Kirche: Der Mandolinen-Virtuose Avi Avital verzauberte das Föhrer Publikum

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erstellt am 02.Aug.2013 | 03:59 Uhr

Wyk | "Was für ein wunderschöner Ort, was für eine Inspiration", begrüßte Avi Avital das Publikum in der vollbesetzten St. Nicolai-Kirche. Und tatsächlich - inspiriert waren der junge israelische Mandolinist und die Musiker der Kammerakademie Potsdam an diesem Abend, voller Spielfreude und guter Laune, die sofort auf die Zuhörer übersprang.

Die erlebten ein Konzert voller Überraschungen. Denn die Mandoline war im Barock zwar durchaus "in", doch es gab nur wenige Komponisten, die Sololiteratur für dieses Instrument schrieben. Einer von ihnen war Antonio Vivaldi, mit dessen Konzert für Mandoline, zwei Violinen und Basso continuo D-Dur der Abend begann.

Ein perfekter Einstieg, bevor Bearbeitungen von Werken erklangen, die ursprünglich nicht für die Mandoline, sondern für andere Instrumente geschrieben worden waren. Ob Klavierkonzert BWV 1052 und Violinkonzert BWV 1041 von Johann Sebastian Bach, Rumänische Volkstänze von Béla Bartók, ein "Danza española" von Manuel de Falla oder das von jüdischer liturgischer Musik inspirierte "Nigun" von Ernest Bloch - es war verblüffend, welche Klangvielfalt diesem kleinen Zupfinstrument entlockt werden kann, wenn ein so virtuoser Musiker wie der 35-jährige Israeli es spielt.

Ganz in die Musik versunken und scheinbar mit seinem Instrument verschmolzen, auf das er dann wieder, vor allem bei der Zugabe, dem bulgarischen Volkstanz "Bucimis", einschlug, dass man fast schon fürchtete, es würde gleich in tausend Stücke zerspringen: Avi Avital verzauberte sein Publikum.

Das dankte dem Solisten und seinem wunderbaren Orchester mit frenetischem Beifall für einen wunderschönen Sommerabend an einem wunderschönen, inspirierenden Ort.

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