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Auf Amrum : Große bunte Vielfalt ganz entspannt genießen

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Zum neunten Mal veranstaltete der Rotary-Club das Künstlerfest mit Teilnehmern von Nah und Fern im Norddorfer Gemeindehaus. Der Erlös kommt Jugend-Projekten zugute.

Feste gibt es viele im Sommer auf Amrum. Dieses ist besonders: Es bringt an zwei Tagen bildende Künstler, Rotarier, Insulaner und Badegäste zusammen und dient einem guten Zweck – denn nicht wenige Kunstwerke wechseln dann ihre Besitzer. Schon zum neunten Mal lud der Rotary-Club zum Fest „Künstler auf Amrum“ ins Gemeindehaus Norddorf. Inzwischen ein etabliertes gesellschaftliches Ereignis auf der kleinen Insel. Am Abend der Vernissage ein bisschen sehen und gesehen werden bei Wein und Häppchen, durchaus kein Volkssport auf Amrum, am nächsten Tag mit der ganzen Familie noch einmal, zweimal, dreimal oder auch sehr viel öfter die Ausstellung im quirligen Gemeindehaus durchwandern, mit einigen Künstlerinnen und Künstlern ins Gespräch kommen und vielleicht ein Original erwerben oder einen Nachdruck, wenn das Geld nicht ganz so locker sitzt.

Vom Verkaufspreis der Bilder geht ein guter Teil als Spende an den Rotary-Club, der das Geld vor allem für soziale Projekte im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit auf Amrum einsetzen will, wie Clubpräsident Heiko Müller in seiner Ansprache sagte.

Im Mittelpunkt standen natürlich die 23 teilnehmenden Künstler und ihre Werke. Im Anschluss an die Eröffnungsrede stellten sich erstmalig alle selbst vor. Das kam gut an, drang akustisch ohne vorhandene Mikrofonverstärkung aber nur bei wirklich kräftiger Stimme durch.

Fünf Fotografen waren diesmal dabei: die drei Amrumer Kinka Tadsen, Jan Dettmering und Fabian Ploppa, dazu noch zwei Sommer-Amrumer, der Berliner Designer Sebastian Dörken und die Architektin Karin Theisinger aus Oberursel/Süddorf, deren Fotografien als Einzige nicht Amrum zum Thema hatten, sondern die Bewegung, den Tanz.

Anna Susanne Jahn ließ die Besucher am Entstehungsprozess eines Aquarell-Stilllebens teilhaben. Aquarelle mit Amrumer Landschafsmotiven – ganz unterschiedlich in der Ausführung – zeigten sowohl die Amrumer Malerinnen Hilla Randow und Birgitt Sokollek als auch Susanne Hohaus aus Soest. Kai Quedens Eitempera-Bilder mit den klaren Farben und prägnanten Formen fanden viel Gefallen. Auch die „alten Amrum-Hasen“, der Allround-Künstler Otfried Schwarz alias „Panscho“ und der Spätexpressionist Rüdiger Skadow kamen gut an. Panscho zeigte auch ganz neuen Arbeiten – farbig glänzende Skulpturen aus Ytong. Ebenfalls abstrakt und in Acryl, aber ganz von der Grafik her kommend: die Wattlandschaften des Amrumer Designers Nick Jungclaus aus Hamburg, der zusätzlich Druckgrafiken mit norddeutschen Motiven in schwarz-weiß präsentierte. Fast fotografisch in Öl gemalt: die Amrumer Landschaften von Katrin Biederstaedt, die als Kunstpädagogin in der KLinik Satteldüne beschäftigt ist. Gegenständliches kam von Georg Dittmar. Wagemutige Frauenbilder zeigte Elmar Koritzius.

Gefeiert wurde drinnen und draußen bis in den späten Abend; das Wetter ließ die schönen Künste nicht im Stich, und so wurde auch im Freien vom Catering reichlich Gebrauch gemacht – selbstverständlich gehen auch diese Erlöse in den rotarischen Spendentopf. Manuel Pabst, früher Musiklehrer an der Öömrang Skuul und gerade mit der Familie im Urlaub auf der Insel, spielte auf dem Flügel Barmusik und am zweiten Abend übernahm Rüdiger Sokollek die Tasten.

Ein Dreier-Ausschuss des Rotary Clubs Amrum (Freddie Flor, Michael Langenhan und Annette Isemann ) entscheidet jedes Jahr, welche Künstlerinnen und Künstler eingeladen werden. Schon seit 2014 sind Aussteller dabei, die nicht von Amrum kommen oder einen unmittelbaren Bezug zur Insel haben. „Angefangen haben wir mit Amrumer Künstlern, aber wir haben den Kreis erweitert, um die ganze Bandbreite der Kunst zu zeigen“, sagt Michael Langenhan.

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