Föhr : Green Screen zu Gast in Wyk

Das Schicksal einer Eisbärin und ihrer Jungen verfolgte der norwegische Filmemacher Asgeir Helgestad .
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Das Schicksal einer Eisbärin und ihrer Jungen verfolgte der norwegische Filmemacher Asgeir Helgestad .

Faszination Natur: Im Rahmen des Festivals sind drei Dokumentationen am 21. August im Kino am Sandwall zu sehen.

shz.de von
16. August 2018, 12:00 Uhr

Die Freunde von faszinierenden Naturschauspielen haben sich diesen Tag schon lange im Kalender markiert: Das 12. Internationale Naturfilmfestival Green Screen startet am 12. September in Eckernförde – und geht vorher mit bezaubernden Filmen in 15 Städten im Verbreitungsgebiet des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlags (sh:z) auf Tournee. Zu Gast in Wyk ist „Green Screen“ am Dienstag, 21. August, im Kino am Sandwall. Die kostenlose Matinee beginnt um 10 Uhr. Dann werden die drei Filme für den mit 1000 Euro dotierten Publikumspreis des sh:z gezeigt.

„Unser Leitthema in diesem Jahr ist die Artenvielfalt – wobei es ehrlicher- und traurigerweise eigentlich Artenschwund heißen müsste, denn wir erleben zur Zeit das größte Artensterben seit dem Verschwinden der Dinosaurier“, sagt Festivalleiter Dirk Steffens. Bisher habe der Biodiversitätsverlust viel zu wenig Aufmerksamkeit. Das Festival möchte mit engagierten Filmen die Dringlichkeit des Artenschutzes unterstreichen.

Auf Wiedersehen Eisbär – lautet der Titel des Films von Asgeir Helgestad, die deutsche Produktion ist 52 Minuten lang und der erste der drei Filme, die für den Publikumspreis vorgeschlagen sind. Seit zwanzig Jahren ist das arktische Inselreich von Spitzbergen die zweite Heimat des Norwegers Asgeir Helgestad. Als Naturfilmer zieht es ihn immer wieder zu dem abgelegenen Archipel im Nordpolarmeer mit seinem erstaunlichen Licht und der weiten Landschaft. 2013 begegnet Asgeir zwei kleinen Eisbären und ihrer fürsorglichen Mutter. In den nächsten vier Jahre sucht Asgeir immer wieder nach ihr und ihren Jungen. Doch mit steigenden Temperaturen sorgt der Klimawandel für dramatische Änderungen im Lebensraum der Eisbärenfamilie.

Der Kleine Panda wird über 50 Minuten im Film von Axel Gebauer dargestellt. Der Große Panda ist weltberühmt. Nur wenige kennen hingegen den Kleinen oder auch Roten Panda, der für Naturkenner zu den schönsten Tieren der Welt zählt. Verborgen in den Bambus-Dschungeln des Himalaya führt der Kleine Panda ein verstecktes Leben, das bisher nur selten gefilmt werden konnte. Der Film folgt einem Weibchen, das gut geschützt in einer Baumhöhle sein Junges zur Welt gebracht hat, bei der Aufzucht seiner Tochter und zeigt die farbenprächtige Tier- und Pflanzenwelt zwischen Nepal, Bhutan und Sikkim. Es ist das erste intime Filmporträt, das es über die Kleinen Pandas gibt. Mit der jungen Mutter und ihrem Kind präsentiert sich die farbenprächtige Tier- und Pflanzenwelt zwischen Nepal, Bhutan und Sikkim.

Wunderwelt Schweiz – Das Tessin lautet der Titel des dritten Bewerbers um den Publikumspreis. Die deutsche Produktion ist 51 Minuten lang und ein Film von Mi-Yong Brehm. Von der rauen Bergwelt der Tessiner Hochalpen bis ins liebliche Muggiotal im südlichsten Teil steckt kein anderer Kanton der Schweiz so voller Kontraste. Der Film zeigt die ganze Vielfalt des Tessins. Herausragende Tieraufnahmen wie die Balztänze der Haubentaucher oder die Flugkünste der Rauchschwalben lassen den Zuschauer staunen und entführen ihn in eine der zauberhaftesten Regionen der Schweiz. Schroffes Hochgebirge trifft auf mediterranes Klima und während im Norden noch Schnee liegt, blühen im Süden bereits Kamelien und Magnolien. Auf den Bergwiesen der Alpe Piora und Dötra liegen wahre Blumenmeere. Die Besucher können sich also auf drei sehr facettenreiche Naturfilme freuen.

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