Gewonnen hat die Demokratie

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28. Mai 2013, 03:59 Uhr

Von Politikmüdigkeit und Parteienverdrossenheit war auch bei dieser Kommunalwahl auf den Inseln Föhr und Amrum nichts zu spüren. Im Gegenteil - die Wahlbeteiligung lag über der im Landesschnitt, und das in einigen Gemeinden sogar deutlich. Gerade in den Föhrer Dörfern, in denen nur eine einzige Liste angetreten war, machten besonders viele Bürger von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Ging es hier doch nicht um Parteien, sondern um Personen - darum, die Mitbürger zu unterstützen, die bereit sind, sich ehrenamtlich für ihre Gemeinde und das Gemeinwohl einzusetzen. Ein Stück gelebter Demokratie.

Dass die etablierten Parteien sich da, wo sie Kandidaten ins Rennen geschickt hatten, behaupten oder sogar Boden wett machen konnten, ist die zweite gute Nachricht nach diesem Wahlabend - auf den Inseln sind sie jedenfalls noch lange keine Auslaufmodelle. Das gilt insbesondere für die Stadt Wyk, wo die Wähler die Kommunale Gemeinschaft nach dem Höhenflug vor fünf Jahren wieder auf "Normalmaß" zurückgestutzt haben. Bei den neuen Mehrheitsverhältnissen im Wyker Stadtparlament, in dem CDU und KG gleich stark sowie SPD und Grüne fast gleich stark sind, werden alle Beteiligten wieder mehr miteinander reden und gemeinsame Nenner finden müssen.

Und damit steht der eigentliche Wahlsieger dieses 26. Mai 2013 auf Föhr und Amrum fest: Die Demokratie.

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