Projekt für alle Altersgruppen: : Gemeinsam gegen den Meeresmüll

Die Schüler reinigen den Strand und lernen Tiere und Pflanzen des Nationalparks Wattenmeer kennen.
Die Schüler reinigen den Strand und lernen Tiere und Pflanzen des Nationalparks Wattenmeer kennen.

Neues Klassenreise-Angebot der Schutzstation Wattenmeer mit praktischem Naturschutz-Einsatz auf Amrum.

shz.de von
31. August 2016, 12:30 Uhr

„Wir haben ein Mitmachangebot für alle Altersstufen entwickelt, bei dem Schüler auf Klassenreise einen aktiven Beitrag zur Beseitigung von Strandmüll leisten und gleichzeitig lernen, was der eigene Alltag mit dem Eintrag von Plastik in die Meere zu tun hat“, stellt Biologin Anna Kleinfengels von der Schutzstation Wattenmeer das neue Projekt „Meere der Zukunft – ohne Müll“ vor.

Während eines fünftägigen Aufenthaltes im Schullandheim Ban Horn befreien die Schüler einen Strandabschnitt vom Müll und erfassen das Gesammelte wie bei einem wissenschaftlichen Monitoring. Tiere und Pflanzen des Nationalparks Wattenmeer lernen sie auf naturkundlichen Exkursionen kennen, die den Arbeitseinsatz ergänzen. Weitere Bildungsbausteine und Workshops verknüpfen die Meeresschutz-Inhalte anschließend mit dem Alltagsleben der Klassen. „Die Schüler lernen das Wattenmeer mit seinen Bewohnern hautnah kennen und können gleichzeitig eigene Ideen zur Vermeidung von Plastik im Alltag und zum Schutz der Meere erarbeiten“, sagt Kleinfengels.

Entstanden ist die von der Bingo-Lotterie geförderte Projektidee durch Nachfrage von Lehrern nach praktischen Naturschutz-Arbeitseinsätzen an der Nordsee. „Die Bildungsarbeit zum Plastikmüll fand bislang weitgehend über die Medien und somit relativ abstrakt statt. Mit diesem Projekt können sich Kinder und Jugendliche jetzt intensiver und persönlicher mit dem Thema auseinandersetzen“, so Anna Kleinfengels.

Der erste Klassenreise-Naturschutzeinsatz „Meere der Zukunft – ohne Müll“ findet in der kommenden Woche vom 5. bis 9. September auf Amrum statt. Weitere Termine sind für Herbst 2016 und Frühjahr 2017 geplant.

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