zur Navigation springen

carl-haeberlin-friesenmuseum : Gemeinden greifen tiefer in die Tasche

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Mehr Geld müssen die Föhrer Gemeinden im Jahr 2014 für den Zweckverband des Museums aufbringen. Der Haushaltsplan 2014 wurde jetzt in der Verbandsversammlung ohne Gegenstimme mit einer Enthaltung beschlossen.

von
erstellt am 23.Dez.2013 | 08:00 Uhr

Knapp 153 000 Euro werden die Föhrer Gemeinden im Jahr 2014 für den Zweckverband für das Carl-Haeberlin-Friesenmuseum aufbringen. Zahlen, die aus dem Haushaltsplan 2014 hervorgehen, der jetzt in der Verbandsversammlung ohne Gegenstimme mit einer Enthaltung beschlossen wurde. Damit steigt die Umlage um rund 20 000 Euro im Vergleich zum Haushalt 2013.

In den Vorjahren sei stets versucht worden, erläuterte Amtsdirektorin Renate Gehrmann, die Höhe der Umlage konstant zu halten. Das dies für 2014 nicht gelinge, lasse sich insbesondere mit zusätzlichen Unterhaltungsmaßnahmen erklären. Diese enthalten neben Wartungs- und Malerarbeiten eine Erneuerung der Schornsteineinfassung am Hauptgebäude. Zudem sind 2500 Euro Heizkosten für das Gebäude in der Badestraße eingeplant und auch die sonstigen Geschäftsausgaben steigen: Der Ansatz für Ausstellungskosten wird von 800 auf 3000 Euro erhöht. Schließlich weist der Investitionsplan die Anschaffung eines Kombimotors (1300 Euro) aus.

Ein Plus von knapp 17 000 Euro betragen die wesentlichen Änderungen im Ergebnisplan (Personalaufwendungen, Sach- und Dienstleistungen). Auffällig seien, so Gehrmann, die hohen Leistungsentgelte im Ergebnis des Jahres 2012. Die sich aus den Besucherzahlen und Erlösen, die die Einrichtung erzielte, zusammensetzen, im genannten Zeitraum außergewöhnlich hoch waren und im aktuellen Jahr nicht erreicht werden konnten. Auch habe man 2013 hinsichtlich der Erlöse des Museums das Soll noch nicht erreicht. Allerdings sei davon auszugehen, dass sich die Besucherzahlen auf die geschätzten Werte einpendeln werden.

Den Rückgang der Erlöse konstatierte auch Jutta Kollbaum-Weber, der Verkauf von Produkten aus dem Museumsshop etwa sei um rund 13 000 Euro gesunken. Ein ungewöhnliches Jahr sei 2012 gewesen, dessen Einnahmen die Leiterin des Friesenmuseums im Wesentlichen auf die Veranstaltungen zurückführt. Allein 3000 Euro habe man durch den Verkauf von Bildern eingenommen – Ergebnis der Kunstausstellung mit den Norddeutschen Realisten, die sich als Publikumsmagnet erwiesen und viele zusätzliche Besucher gebracht habe.

Auch Jutta Kollbaum-Weber ging in ihrem Bericht auf die Besucherzahlen ein und blickte auf das Jahr 2006 zurück, als 26 000 Besucher gezählt wurden. Stetig bergauf sei es gegangen, und 2010 (33 000) der bisherige Rekord erreicht worden. Seither sind die Zahlen rückläufig und mit rund 28 000 Gästen bewege man sich derzeit auf dem Niveau von 2007. Über die Gründe könne nur spekuliert werden, “auffällig ist, dass Veranstaltungen und Führungen nicht mehr so gut besucht sind, wie in den vergangenen Jahren“. Durch das Alkersumer Museum Kunst der Westküste sind die Zahlen nicht beeinflusst, betonte die Museumsleiterin, auch wenn sich beide Häuser durch das Kombiticket gegenseitig befruchteten. Und nach der Schließung des Oevenumer Landwirtschaftsmuseums sei ebenfalls keine Besucher-Steigerung registriert worden.

„Im kommenden Jahr möchte ich das Museum zertifizieren lassen“, blickte Jutta Kollbaum-Weber schließlich voraus. Das Friesenmuseum gehört damit landesweit zu den ersten Museen, die sich der Initiative des Museumsverbandes Schleswig-Holstein in Zusammenarbeit mit der Kieler Tourismus-Agentur anschließen. Fachleute haben das Haus am Rebbelstieg bereits inspiziert, erfuhren die Anwesenden, und im Ergebnis seien einige Auflagen zu erfüllen. So müsse die Beschilderung im Museums erneuert werden, die – bei aller Liebe zum Detail - den Charme der 1970-er Jahre versprüht.

Der Archäologieraum, erläuterte Jutta Kollbaum-Weber die Forderungen der Kommission, müsse mit einer neuen Beschilderung versehen werden. Zudem müssten die Besucher in jedem Raum mit einer Informationsstafel über die jeweiligen Themen informiert werden. Arbeiten, die bis zum nächsten Sommer erledigt seien müssen.

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen