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St. Clemens in Nebel : Gemeinde um ein Viertel geschrumpft

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Der Bundestrend macht auch vor der Insel nicht halt. Immer weniger Amrumer gehören der Kirche an.

In der Gemeindeversammlung der St.-Clemens-Kirchengemeinde berichtete der Vorsitzende des Kirchenvorstandes, Hans-Peter Traulsen, in gemütlicher Runde über Ereignisse des vergangenen Jahres. Baumaßnahmen im Pastorat, dem Haus am Böle-Bonken-Wai, dem St.-Clemens-Hüs und der Nebeler Kirche seien umgesetzt worden, weitere Instandsetzungen werden in diesem Jahr vorgenommen. Die Renovierung eines historischen Sitzplanes der Kirche von 1803 wurde beschlossen. „Er wird bis auf weiteres als Depositum im landeskirchlichen Archiv in Kiel aufbewahrt und ein Nachdruck wird in die St.-Clemens-Kirche kommen“, berichtete Traulsen.

Die Kirchengemeinde hat im Jahr 2014 Überschuss erwirtschaftet, der eine Erneuerung der Mikrofonanlage in der St.-Clemens-Kirche möglich macht. Darüber hinaus konnte ein Betrag für zukünftige Investitionen in die allgemeine Rücklage übertragen werden.

Einige Diagramme in tabellarischer Aufstellung gaben Aufschluss über rückläufige Zahlen bei Trauungen, Taufen und Bestattungen. Die Zahl der Gemeindeglieder ist auf Amrum in den vergangenen 15 Jahren um fast ein Viertel zurückgegangen. „Damit liegt Amrum leider im Trend, wobei die Kirchenmitgliedschaft auf der Insel geringfügig über dem Landesdurchschnitt liegt,“ berichtete Pastor Georg Hildebrandt. Die Frage warum, sei nicht so einfach zu beantworten, meinte der Pastor. Allerdings müsse die Kirche in Zukunft wieder stärker über den Glauben reden. „Niemand wird aus der Kirche austreten, wenn er oder sie von Herzen glaubt“, ist Hildebrandt überzeugt. „Die christliche Jugendarbeit ist ganz wichtig, und ich hoffe wir können hier mit dem Jugendzentrum einen gemeinsamen Weg finden“, so der Pastor.

Er dankte ausdrücklich dem Team der „Clemies“, Uschi Bendixen, Bettina Schüssler und Doris Schmidt für ihre Arbeit mit den Kindern. Weiter berichtete er, dass es am 24. April wieder eine „Goldene Konfirmation“ geben wird, von den Konfirmationsjahrgängen 1964 bis 1966, was in etwa den Geburtsjahrgängen 1949 bis 1951 entspricht. Wer noch Namenslisten oder Bilder aus dieser Zeit habe, eventuell auch Adressen, könne sich an das Pastorat wenden, „damit wir so viel wie möglich aus diesen Konfirmationsjahrgängen zusammen bekommen“, bittet Pastor Hildebrandt.

Katharina Rau hatte die Amrumer Kirchenmusikerin Anne-Sophie Bunk während ihres Mutterschutzurlaubes vertreten. Beide Organistinnen haben gemeinsam das weihnachtliche Kindermusical „Zachäus“ vorbereitet und aufgeführt. Bei der Gemeindeversammlung wurde Katharina Rau herzlich verabschiedet. Anne-Sophie Bunk ist seit dem Sommer wieder im Amt und spielt nicht nur bei Gottesdiensten die Orgel, sondern leitet auch Posaunenchor, Flötenkreis, Gästechor und die musikalischen Abendfeiern. Außerdem zeichnet sie für das Konzertprogramm der Amrumer Kirchengemeinde verantwortlich. „Auch in diesem Jahr ist der Konzertkalender schon sehr ausgebucht“, verriet sie den Besuchern der Gemeindversammlung. Sie berichtete vom Posaunenchor, dessen 20 Mitglieder jeden Sonntag in der Saison an der St.-Clemens-Kirche nach dem Gottesdienst spielten. Am 13. Februar feiert der Posaunenchor sein 62. Stiftungsfest, der Flötenkreis besteht dann seit 42 Jahren. Des Weiteren feiert der Kirchenchor in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen.









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