zur Navigation springen

sicherheit am badestrand : Gefahren richtig einschätzen

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Eine DLRG-Animateurin klärte in den Föhrer Kindergärten über die Risiken in und am Wasser auf. Die Fünf- und Sechsjährigen lernten außerdem das richtige Verhalten im Rettungsfall.

„Hilfe, Hilfe“ rufen die Kinder der Vorschulgruppe des AWO-Kindergartens in Wyk und recken beide Arme hoch nach oben. Unter Anleitung von Inge Carstensen von der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) Bad Segeberg sind zwei Stunden lang Baderegeln, Gefahren und das richtige Verhalten am Wasser das Thema für die Fünf- und Sechsjährigen.

Und es gibt jede Menge zu lernen, wie zum Beispiel, dass man beim Hilferuf beide Arme hochheben sollte, weil dann schnell erkennbar wird, wer wo um Hilfe ruft. Initiiert wurde das Projekt von der DLRG-Geschäftsstelle in Wyk. „Jedes Jahr nehmen wir uns ein besonderes Anliegen vor“, erklärt Brar Nissen, Vorsitzender der Wyker Lebensretter. Vor zwei Jahren sei es ein neues Fahrzeug gewesen und im vergangenen Jahr ein Boot. „In diesem Jahr ist es die Aufklärungsarbeit in den Kindergärten.“

Bei einer Weiterbildung hatte er Inge Carstensen kennengelernt, eine ausgebildete DLRG-Animateurin für das Kindergartenprojekt der Bundesgeschäftsstelle. Nachdem die Finanzierung gesichert war, wurden alle Inselkindergärten kontaktiert und gemeinsam die Projektwoche organisiert.

In fünf Workshops konnten so die Vorschulkinder in allen Föhrer Kindergärten spielerisch über die Gefahren im und am Wasser aufgeklärt werden. „Warum ist Baden bei Gewitter gefährlich?“, „was bedeuten die Flaggen am Rettungsturm?“ und „warum ist Sonnenschutz so wichtig?“ lauteten die Fragen, die Inge Carstensen unter eifriger Mitarbeit der Kinder behandelte. Mit Hilfe eines großen Puzzles wurde richtiges und falsches Verhalten am Strand entdeckt, mit einer Rettungsboje und einem Rettungsball das Retten praktisch geübt. Am Ende gab es dann für jedes Kind ein kleines Buch mit einer altersgemäßen Darstellung der Baderegeln und eine Teilnahmeurkunde.

Da die meisten Badeunfälle Kinder im Vorschulalter betreffen, ist eine möglichst frühe Auseinandersetzung mit dem Thema besonders wichtig. Das DLRG-Kindergartenprojekt soll daher künftig zu einem festen Bestandteil der Vorschularbeit auf Föhr werden.

zur Startseite

von
erstellt am 04.Sep.2013 | 08:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen