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Wyker Friesenmuseum : Gefahren des Walfangs im Mittelpunkt

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Auch in diesem Jahr lockte der Tag des Offenen Museums viele Besucher auf das Gelände am Rebbelstieg. Themen zur Seefahrt und Spiele für die Jüngsten kamen bestens an.

shz.de von
erstellt am 03.Sep.2015 | 11:00 Uhr

„Na, willst du jetzt zur See fahren? Walfänger werden?“ Der junge Mann, dem diese Fragen von seinem Vater gestellt wurden, wirkte noch recht unentschlossen, hatte er doch eben erst gebannt der eindrucksvollen Rede Klaus Brandts gelauscht, der als Walfangkommandeur Matthias Petersen (der Glückliche Matthias) extra zum Tag des Offenen Museums wieder auferstanden war. Bei aller Seefahrerromantik – der Walfang der Nordfriesen, das diesjährige Motto im Dr.-Carl-Haeberlin-Friesenmuseum, – war von vielen Entbehrungen und Gefahren geprägt. Eindrucksvoll schilderte Brandt die friesische Historie von der Abfahrt bis zur Ankunft der Schmackschiffe und berichtete den Zuhörern von der großen Gefahr, die das Abtauchen des bereits mit einer Harpune getroffenen Wals mit sich brachte.

Gefahrlos abtauchen in das „Goldene Zeitalter“ Föhrs konnten hingegen die vielen Besucher, die sich mit ihren Familien auf dem Gelände des Museums an zahlreichen Ständen zu den Themen Seefahrt und Walfang einfanden. Neben dem Glücklichen Matthias hatte Jan Beckebrede sein Lager aufgeschlagen: Seine Kommandeursuniform des 18. Jahrhunderts war dem Original nachgenäht und imponierte nicht nur Kindern. Dichtes Gedränge herrschte an den Zelten und Ständen, an denen Erwachsene wie auch deren Sprösslinge selbst aktiv werden konnten: Diverse maritime Basteleien und Handarbeiten oder die Schnitzeljagd nach dem Kompass forderten Geschick und Kreativität und bewiesen, dass auch der diesjährige Tag der offenen Tür – ideenreich und gut geplant – ein voller Erfolg war. Und auch die „Klassiker“ wie Backen von Brot und Pizza im Lehmofen oder das Spielen alter Kinderspiele fanden traditionell schnell Freunde. „Ich bin sehr dankbar für die vielen Helfer“, so Museumsleiterin Jutta Kollbaum-Weber, die sich sehr zufrieden mit dem Tag zeigte und einmal mehr begeistert war von den vielen Kuchenspenden – auch wenn das kalorienreiche Büffet schnell geräumt war.

 

 

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