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Proteste gehen weiter : Geburtshilfe auf Föhr ist unverzichtbar

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Aus der Redaktion des Insel-Boten

Um für eventuelle Alternativlösungen handlungsfähig zu sein, will der Förderverein für das Föhr-Amrumer Krankenhaus vorerst finanzielle Mittel nur für unabdingbare Investitionen einsetzen.

Der Förderverein für das Föhr-Amrumer Krankenhaus bekundet seinen unbedingten Willen, die Geburtshilfe auf Föhr zu erhalten. Die Mitglieder seien überzeugt, dass eine wohnortnahe Versorgung dem Sicherheitswahn, der immer mehr um sich greife, in den meisten Fällen überlegen sei.
Leider überschlagen sich die Ereignisse mittlerweile wöchentlich und manche Gespräche sowie daraus resultierende Hoffnungen, scheinen wieder überholt, betont der Verein in einer Pressemitteilung.

Der Vorstand des Fördervereins habe seit Bekanntwerden der Schließungsabsichten mit vielen Akteuren Gespräche geführt, bei verschiedenen Gremien Hilfe erbeten und versucht, Einfluss auf diese Entscheidung zu nehmen. „Um für sich eventuell ergebende Alternativlösungen handlungsfähig zu sein, werden wir in nächster Zeit unsere finanziellen Mittel nur für unabdingbare Investitionen einsetzen“, heißt es weiter.

Die bis jetzt investierten Mittel in den Kreißsaal in Höhe von zirka 80  000 Euro seien den Förderern eine weitere Verpflichtung, alles Erdenkliche zu versuchen, die für Föhr und Amrum so wichtige Geburtshilfe zu sichern.
Eine Selbstverständlichkeit sei in diesem Zusammenhang, dass der Kreißsaal mit all seinen Einrichtungsgegenständen und der Technik mindestens für die Vor- und Nachsorge den Hebammen zugänglich bleibt. Dieses habe die Klinikleitung dem Verein am Mittwoch versprochen.

„Wir bemühen uns seit 26 Jahren mit zur Zeit 1080 Mitgliedern, die gesamte Klinik weiterhin zukunftsfähig und patientenorientiert zu halten und haben darum bereits mehr als drei Millionen Euro in unsere Inselklinik investiert“, betonen die Vorstandsmitglieder Sybille Franz, Erk Roeloffs und Christian Christiansen. Deshalb werde die bisherige vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Pflegedienst, der Ärzteschaft und der Klinikleitung gebraucht, um immer wieder nach verantwortbaren Lösungsmöglichkeiten zu suchen. „Diese Zusammenarbeit bieten wir an, fordern sie aber auch ein.“

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erstellt am 10.Okt.2015 | 15:00 Uhr

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