zur Navigation springen

125 jahre wyker turnerbund : Gastgeber für internationale Spitzenteams

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

In den 65 Jahren ihres Bestehens konnten die Wyker Handballer zahlreiche Nationalmannschaften und Bundesliga-Clubs auf der Insel begrüßen.

von
erstellt am 06.Dez.2013 | 08:00 Uhr

Seit Beginn des Jahres 1948 wird im Wyker Turnerbund (WTB) Handball gespielt. Anfangs mit einigem Erfolg auf dem Großfeld, wo die Wyker auch renommierten Vereinen Respekt einflößten. Der Siegeszug des Hallenhandballs hatte für den Verein, der über keine genormte Sportstätte verfügte, allerdings fatale Folgen: Trainiert werden musste in der viel zu kleinen Halle in der Süderstraße.

Trotzdem blieb eine Schar Unentwegter ihrem Sport treu, die unter der Leitung von Willy Hansen oder Werner Kock trotz aller Probleme am Punktspielbetrieb teilnahmen. Eine sportliche Herausforderung, denn regelmäßig wurden mehrere Auswärtsspiele an einem Sonntag mit Anfahrten bis nach Flensburg und Dänemark ausgetragen. Trotz aller Widrigkeiten konnte der WTB die Hallenserie 1967/68 als Zweiter der Kreisklasse beenden und in die Nordfrieslandrunde II aufsteigen. Ein Höhenflug, der nicht von Dauer sein sollte: Der zu dünnen Spielerdecke geschuldet stieg man am Ende der Saison wieder in die Kreisklasse ab.

Einen großen Schritt für den Föhrer Sport bedeutete die Fertigstellung der Großsporthalle des Schulzentrums im Jahr 1979. Endlich konnten auch die Handballer unter Wettkampfbedingungen trainieren und Heimspiele austragen. Auch als Trainingslager war die Insel nun sehr beliebt, wie Aufenthalte der dänischen Nationalmannschaft oder zahlreicher Vereinsmannschaften, darunter der Flensburger Turnerbund (FTB), zeigten. Bei dem hatte Günther Jensen 1973 seine Bundesliga-Laufbahn beendet, der Anfang der 1980-er Jahre die Handball-Sparte als Spielertrainer von Hans-Dietrich Neumann überahm.

Zu dieser Zeit lief der WTB in der Kreisliga auf, wo er in der Spitze mithalten konnte. Dank Jensens Kontakten absolvierten nicht nur weiterhin diverse Bundesliga-Mannschaften ihre Trainingslager auf die Insel. Zu einer festen Institution zwischen Weihnachten und Neujahr zählten für einige Jahre auch Freundschaftsspiele auf höchstem Niveau, zu denen die Nationalmannschaften von Südkorea, Agypten und Dänemark oder Vereinsmannschaften wie der THW Kiel, der FTB, Mai Moskau oder Gdansk anreisten.

Gabriele Bärenzung und Maren Sönnichsen folgten Günther Jensen, der seine Trainertätigkeit 1987 beendete, bis Ende der 1990-er Jahre die heutige Spartenleiterin Inken Roeloffs das Ruder übernahm. Nach einer längeren Flaute befindet sich die rund 60 Mitglieder zählende Abteilung sportlich wieder im Aufwind. So konnte für die Kreisliga eine Männermannschaft gemeldet werden, bei der seit November mit Meik Battermann ein ehemaliger Regional- und Bundesligaspieler das Kommando übernommen hat.

Die Frauen werden von Steffi Wenk trainiert, die Mädchen (Jahrgang 1999 bis 2002) von Astrid Pudelko und die Minis sowie die D-Jugend hat Roeloffs unter ihre Fittiche genommen. Hier tummeln sich Mädchen und Jungen der Jahrgänge 2003 bis 2006, die vor ihrem Eintritt Schnupperstunden absolvieren können. Erst dann wüssten die Kids, betont die Spartenleiterin, ob die richtige Wahl getroffen wurde: „Handball ist ein Sport, den lernst du nicht innerhalb eines halben Jahres.“

Neben dem Sport stehen für Inken Roeloffs das Miteinander sowie Teamgeist und Zusammenhalt als Mannschaft im Mittelpunkt. Weshalb zu den Höhepunkten des Vereinslebens auch regelmäßige Fahrten zu Bundesligaspielen der SG Flensburg oder den Feldhandball-Sommerturnieren in Timmaspe gehören. Tradition sind auch regelmäßige Weihnachtsfeiern und das Spiel Kinder gegen Eltern. In früheren Jahren wählte die Handball-Jugend aus ihren Reihen auch den Spieler des Jahres. Eine Tradition, die Inken Roeloffs gern fortführen würde, die aber abhängig von der Spielerdecke ist. Mit zwölf Aktiven in der Nachwuchsriege sieht die Trainerin in diesem Jahr gute Chancen, die beliebte Wahl wieder aufleben zu lassen.

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen