Ausstellung : Ganz viel Kreativität und Eigenkompetenz

Die Bilder von Silvia Zettwitz werden noch bis zum Wochenende im Haus Schöneberg gezeigt.
Die Bilder von Silvia Zettwitz werden noch bis zum Wochenende im Haus Schöneberg gezeigt.

Silvia Zettwitz wird vom Haus Schöneberg betreut. Nun präsentiert sie dort der Öffentlichkeit ihre Bilder.

shz.de von
29. Mai 2018, 08:00 Uhr

„Liebe Dich selbst, denn Du bist ein wunderschönes Mädchen“. Diese ist die Devise der Wykerin Silvia Zettwitz, die sich in ihren Bildern niederschlägt. Ihre Arbeiten bilden in Wyk den Mittelpunkt der Wanderausstellung „Kunst.Punkt“ die im Multifunktionsraum des Paritätischen Hauses Schöneberg noch bis zum kommenden Sonnabend, 2. Juni besucht werden kann.

Diese Präsentation ist Teil des Sozialraum-Projektes, in dem die Eingliederungshilfe des Kreises Nordfriesland und andere Organisationen gebündelt und die Inklusion gelebt wird. Dabei wird der einzelne Mensch in seinem gesamten Umfeld gesehen und die Kunst ist dabei ein Medium, das eine Verbindung zwischen Menschen mit und ohne Behinderungen herstellen soll. So sind in Wyk zur Zeit auch Fotografien, Skulpturen und Zeichnungen von Bewohnern verschiedenster Einrichtungen auf dem Festland und von Sylt zu sehen. „Die Kunstwerke dieser Ausstellung spiegeln die Kreativität und die Eigenkompetenz der Menschen, die durch Einrichtungen der Eingliederungshilfe begleitet werden, hervorragend wieder“, erklärte Rainer Bärenwalde, Mitarbeiter im Haus Schöneberg, bei der Eröffnung der Ausstellung. Bärenwalde verwies dabei auch auf ein Video, dass eine Gruppe von Sylt über Silvia Zettwitz und ihre Arbeit gedreht hat.

Die Künstlerin, die zwar vom Haus Schöneberg betreut wird, aber gemeinsam mit ihrer Katze in einer eigenen Wohnung lebt, berichtete, dass sie schon seit ihrer Kindheit malt, wobei sie besonders von einer ihrer Lehrerinnen geprägt worden sei. Zunächst habe sie die Dinge abgezeichnet, um dann aber im Laufe der Zeit immer mehr ihre eigenen Darstellungsobjekte gefunden zu haben. „Es ist einfach aus mir herausgekommen, und oft stellte ich fest, dass ich mich selbst gemalt habe“, sagt sie. Es sind positive Bilder, die die Künstlerin in Aquarell, Öl und mit Zeichenstiften zu Papier bringt. „Ich schaffe meine Traumwelt, und die Betrachter sollen selbst herausfinden, was die Bilder bedeuten“, so Silvia Zettwitz, die während der Ausstellungszeit täglich von 10 bis 19 Uhr im Multifunktionsraum des Hauses Schöneberg anzutreffen ist.


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