zur Navigation springen

Mehr Sicherheit : Für Notfälle künftig gut gerüstet

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Schilder an 170 Punkten Amrums und auf dem Kniepsand verbessern die Standortbestimmung. So ist eine schnellere Personensuche möglich.

In einer Kooperation von Polizei, Ordnungsamt, Rettungsdienst, Feuerwehr und der Amrum-Touristik wurde ein Notfallschilderkonzept aufgestellt, das an rund 170 Punkten auf Amrum und dem vorgelagerten Kniepsand für die Rettungskräfte eine eindeutige Zuordnung der Position erlaubt. Nach intensiver Beratung und Festlegung der Standortpunkte wurden diese von einem Amrumer Unternehmen installiert und per Global Positioning System (GPS) eingemessen. Die Montage der 20 mal 20 Zentimeter großen Notfallschilder konnte nun nahezu abgeschlossen werden.

„Die Anbringung an den Standorten wurde individuell gestaltet. Da sowohl bestehende Befestigungspunkte genutzt als auch neue aufgestellt wurden, benötigten wir für die vollständige Montage einige Wochen“, so der Tourismuschef Frank Timpe. Dabei wurde darauf geachtet, dass die Arbeiten während der laufenden Saison für die Gäste Amrums unauffällig verliefen.

Die Standorte finden sich neben weiteren Notfallhinweisen und Notrufnummern in einer praktischen Orientierungsfaltkarte, die in jede Tasche passt, wieder. Dadurch bietet die Karte auch ohne Notfall eine praktische Orientierung auf der Insel. Die Anordnung wurde in vier Zonen, die die Insel von Süden nach Norden aufteilen, vorgenommen. „Wir konnten in dieses Projekt Anregungen, die uns regelmäßig erreichten, einfließen lassen“, erklärt Frank Timpe und regt an, auch weiterhin Erfahrungen und Beobachtungen zu diesem Projekt mitzuteilen.

Zu melden gibt es allerdings nicht nur Positives: So wurde gesehen, dass sich jemand an den auf den Schildern angebrachten Kennzeichnungspunkten zu schaffen gemacht und diese abgekratzt hat. Bleibt zu hoffen, dass dies ein Einzelfall bleibt.

Alle Beteiligten sind überzeugt, dass durch dieses Projekt ein Stück Sicherheitsgefühl vermittelt wird und im Ernstfall die Betroffenen davon profitieren. Die Rettungskräfte der Insel, die über besonders geländegängige Rettungstransport- und Notarztfahrzeuge verfügen, versprechen sich eine schnellere Standortbestimmung, um wichtige Minuten, die für Patienten lebensentscheidend sein können, zu gewinnen.

Speziell auf dem Kniepsand gestaltet sich die Suche nach Personen besonders schwierig. „Jahr für Jahr erleben wir, dass Notrufe bei der Leitstelle Nord in Harrislee eingehen, bei denen eine genaue Ortsangabe nicht zu erfahren ist“, erläutert Andreas Zawieja, Leiter des Amrumer Rettungsdienstes, die Problematik. „Ich kann den Leuchtturm sehen“ sei dabei eine sehr vage Angabe, bei der allein ein Gebiet von Wittdün bis nach Nebel gemeint sein könne. Aber auch das weitläufige Wanderwegenetz durch das Dünenareal Amrums ist nicht ohne.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen