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Grundschule föhr-land erneut auf dem prüfstand : Für Kinder und Eltern unbefriedigend

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Eine Notlösung soll den Unterricht an der Grundschule Föhr-Land gewährleisten. Derweil kündigte die Leiterin Nicole Frantzen auf der jüngsten Sitzung des Schulausschusses ihren Abschied zum 1. August an.

shz.de von
erstellt am 03.Apr.2014 | 20:30 Uhr

Relativ harmlos hörte sich der Tagesordnungspunkt „Bericht der Schulleitungen“ bei der jüngsten Sitzung des Schulausschusses des Amtes Föhr-Amrum in Wyk an. Doch die Leiterin der Grundschule Föhr-Land, Nicole Frantzen, sorgte mit der Ankündigung, dass sie zum 1. August aus persönlichen Gründen ihr Amt niederlegen werde, gleich für einen Paukenschlag. Sie habe bereits damit begonnen, die Übergabe des Amtes vorzubereiten.

Damit kam der Ausschuss automatisch zum nächsten Punkt, bei dem es um die Gewährleistung des Unterrichtes an der Grundschule ging. Als kompetente Ansprechpartnerin stand dem Gremium die neue nordfriesische Schulrätin Maike Jennert zur Verfügung. Sie hatte diese Sitzung genutzt, um sich den Insulanern vorzustellen und sich gleichzeitig über die Situation der Grundschulen vor Ort zu informieren. Dabei war der Schulrätin klar, dass die Inselsituation es schwierig macht, in Krankheitsfällen rasch für eine Vertretung zu sorgen. Als weiteres Problem nannte sie die zwei Standorte Süderende und Midlum, die flexible Vertretungslösungen ebenfalls erschweren. „Diese Situation ist für die Kinder und die Eltern unbefriedigend.“

Doch Maike Jennert ist nicht untätig geblieben und konnte zumindest auf eine Notlösung verweisen. So seien die Stunden der Schul-Sozialarbeiterin aufgestockt worden und eine „Springerin“, die der Kreis in Schul-Notfällen einsetzt, sei auf die Insel gekommen. „Ab Ostern wird an der Grundschule Föhr-Land wieder voller Einsatz geboten“, so Maike Jennert..

Doch machte die Schulrätin den Ausschuss-Mitgliedern wenig Hoffnung, dass der Wechsel in der Schulleitung ohne Probleme über die Bühne gehen kann. „Ist die Lösung mit zwei Schulstandorten wirklich glücklich?“, war ihre eher rhetorische Frage. Denn Maike Jennert machte keinen Hehl aus ihren Bedenken und regte an, dass sich der Schulträger mit Blick auf die Zukunft noch einmal mit diesem Thema befassen sollte. „Ich wage es zu bezweifeln“, meinte sie, „dass sich drei Bewerber für diesen Posten finden werden“. So attraktiv sei die Bezahlung auch nicht, dass Interessenten für eine Schule mit dieser besonderen Konstellation Schlange stehen. Wenn es nicht gelingen sollte, rechtzeitig einen neuen Schulleiter zu finden, wird die bisherige Stellvertreterin das Amt kommissarisch übernehmen müssen.

Der Vorsitzende des Schulausschusses, Heinz Lorenzen, gab zu bedenken, dass man mit der Entscheidung für zwei Standorte dem Wunsch der Eltern gefolgt sei. Er plädierte deshalb dafür,so lange die Qualität des Unterrichts zu halten sei, an dieser Situation festzuhalten. Dem widersprach Amtsvorsteherin Heidi Braun. „Unsere Kinder müssen eine gute Schulausbildung bekommen, die sie fit für die Zukunft macht“, so ihre Überzeugung, denn Schul-Sozialarbeiter könnten keinen Unterricht durch ausgebildete Lehrkräfte ersetzen. „Wir müssen die Entscheidung über den Schulstandort noch einmal komplett überdenken“, so ihre Überzeugung.

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