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Interview : Fünf Fragen – fünf Antworten

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Welchen Beziehung haben Sie zu Föhr und Amrum?
Ich bin Nordseefan. Ich komme mit meiner Frau nun schon etliche Jahre in Folge hierher und für uns ist das immer wie ein kleiner Urlaub. Es haben sich hier sogar Freundschaften entwickelt, die es zu pflegen gilt.

Ihr neues Programm heißt „Skandale und Liebe“. Warum?
Es ist mehr autobiografisch als sonst. Ich habe in meinem Leben unabsichtlich für einige Skandale gesorgt, spreche aber auch über Leidenschaften und Frauen. Alles in allem ist es etwas fröhlicher als früher

Sie stehen seit 50 Jahren auf der Bühne. Hat sich die Qualität der Satire verändert?
Ja. Die Themen waren früher zeitloser. Man braucht nur hinzuschauen: Wir ärgern uns heute über religiös Wahnsinnige und amerikanische Idioten. In den 80ern waren es Themen wie Nationalismus und deutsche Leitkultur – diese werden heute von den globalen Ereignissen überdeckt.

Das Mischen von großen und kleinen Themen ist Ihr Prizip. Warum?
Weil ich fest daran glaube, dass alles mit allem zusammenhängt.

Vor fast hundert Jahren sagte Kurt Tucholsky „Satire darf alles“. Gilt das noch?
Auf jeden Fall, sonst ist sie keine! Witze über Leid, Trauer und Tod schließe ich aus, das hat auch Tucholsky so gemeint. Aber Satire verträgt nicht jeder, darum sollte man verbal dem Satiriker den Kopf abhacken – der verträgt es am besten!

 

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erstellt am 10.Jun.2017 | 10:30 Uhr

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