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FTG: Stadtvertretung keinen Schritt weiter

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Diskussion um Zukunft der Tourismusorganisation an Ausschüsse verwiesen

Wyk | Wenigstens ein Ergebnis brachte die zur Diskussion über die Zukunft der Föhr-Tourismus GmbH (FTG) einberufene Sitzung der Stadtvertretung: Erstmals wurde über das Thema, das seit der Kündigung des FTG-Gesellschaftsvertrages durch Wyk vor einigen Monaten viele Gremien hinter verschlossenen Türen beschäftigt hatte, öffentlich debattiert. Doch die Zuhörer, darunter viele FTG-Mitarbeiter, waren nach dem öffentlichen Teil der Sitzung - dem dem Vernehmen nach noch ein stundenlanger nichtöffentlicher folgte - genauso schlau wie vorher. Wie es mit ihrem Betrieb und damit auch mit ihren Arbeitsplätzen weitergeht, erfuhren sie an diesem Abend nicht.

Drei Anträge der Kommunalen Gemeinschaft (KG) standen auf der Tagesordnung, und alle drei wurden in einer "riesengroßen Koalition" der anderen Fraktionen abgeschmettert - das ganze Thema soll erst noch im Finanz- und Hafenausschuss behandelt werden. Im Hafenausschuss deshalb, weil überlegt wird, Arbeitsbereiche der FTG, über deren Finanzbedarf es immer wieder Unstimmigkeiten mit den Gemeinden auf Föhr-Land gibt, in den Hafenbetrieb zu überführen.

Genau darum ging es im ersten Antrag der KG, "Aquaföhr" und Veranstaltungsabteilung an den städtischen Hafenbetrieb abzugeben. Diese Bereiche, so argumentierte KG-Fraktionssprecherin Dr. Silke Ofterdinger-Daegel, würden von den anderen Gemeinden primär als Wyker Aufgaben gesehen. Außerdem habe eine Überprüfung der Organisationsstrukturen durch einen externen Gutachter ergeben, dass die Liegenschaften "Aquaföhr" und Veranstaltungszentrum am besten beim Hafenbetrieb untergebracht seien.

Argumente, mit denen sich die anderen Stadtvertreter erst gar nicht inhaltlich auseinandersetzten. "Dieser Antrag geht ins Leere und ist überflüssig", erklärte Peter Schaper (SPD). Hier Tatsachen zu schaffen widerspreche Antrag zwei der KG, betonte Annemarie Lübcke (Grüne). In dem nämlich wurde gefordert, erneut mit Föhr-Land über ein gemeinsames Marketing zu verhandeln und nur, wenn diese Verhandlungen zu keinem Ergebnis führen, eigene Strukturen zu entwickeln. Auch der wurde abgelehnt, genauso wie Antrag Nummer drei, mit der bisher von der FTG erledigten Bearbeitung von Meldescheinen und Kurabgabe künftig das Amt zu betrauen. "Wir zäumen das Pferd von hinten auf", wollte auch Ulrich Herr (CDU) der Arbeit in den Ausschüssen nicht vorgreifen.

Immer wieder ging es in der Sitzung auch darum, dass belastbare Zahlen als Diskusisonsgrundlage nicht vorliegen würden. "Wir brauchen Zahlen um uns austauschen und beschließen zu können", so Till Müller (Grüne).

Doch was für Zahlen fehlen den Politikern? An ihn seien bisher keinerlei offizielle Anfragen nach Herausgabe irgendwelcher Zahlen herangetragen worden, erklärte FTG-Geschäftsführer Armin Korok dazu auf Nachfrage des Insel-Boten. "Für die Bearbeitung einer eventuellen Anfrage wäre eine Aussage der Stadt hilfreich, welche Zahlen denn gewünscht sind", so Armin Korok.

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erstellt am 01.Aug.2013 | 04:59 Uhr

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