ärgernis : Freizeitspaß kann teuer werden

Für Bürger und Polizei ein Ärgernis: Geländefahrten auf verbotenem Terrain.
Für Bürger und Polizei ein Ärgernis: Geländefahrten auf verbotenem Terrain.

Ein Vergnügen der besonderen Art macht derzeit der Wyker Polizei zu schaffen: Das Befahren der Strände, Sand- und Schietkuhlen mit Geländemotorrädern.

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15. Dezember 2014, 12:00 Uhr

Ein Freizeitspaß der besonderen Art macht derzeit der Wyker Polizei zu schaffen: Das Befahren der Strände, Sand- und Schietkuhlen mit Geländemotorrädern. Was den Quad- und Enduro-Fahrern jede Menge Gaudi bringt, erfreut weder die Eigentümer und die Bürger, berichtet Wyks Polizeichef Udo Höfer, noch die Beamten.

Das Phänomen gebe es seit einigen Jahren, überwiegend in der Herbst- und Winterzeit. Nicht am Abend, sondern nachmittags, da die Fahrzeuge häufig keine Beleuchtung haben. Überwiegend sind die nicht nur jugendlichen Fahrer im Bereich des Strandes Nieblum in Richtung Goting anzutreffen, so Höfer, sowie in den Sand- und Schietkuhlen, etwa in Borgsum und Wrixum. Zwar habe das Problem abgenommen, nachdem die Ordnungshüter ihre Kontrollen in den Gebieten verstärkt hatten, vom Tisch aber sei es noch lange nicht.

Da sich die Fahrer teilweise in Landschaftsschutzgebieten bewegen, nahmen die Beamten Kontakt mit der Unteren Naturschutzbehörde auf. Deren Mitarbeiter hätten die Kuhlen in Augenschein genommen und die teilweise Entwicklung zu Naturschutzgebieten bestätigt.

Damit kann sich das Freizeitvergnügen zu einem teuren Spaß entwickeln, zumal das Befahren des Strandes ohnehin verboten ist. „Wenn wir die Fahrer erwischen, wird das nicht ganz kostenneutral. Vielmehr können empfindliche Geldstrafen anfallen, spricht Udo Höfer von Beträgen zwischen 100 und 1000 Euro.

Der Wyker Polizeichef weist außerdem darauf hin, dass die Quad- und Endurofreunde beachten sollten, dass es sich hier um unerlaubtes Fahren handelt. Und das wird unter Umständen, wenn der Betreiber einer privaten Sandkuhle Strafantrag stellt, als Straftat behandelt. Vor allem aber werde es als Ordnungswidrigkeit nach den Umweltschutzgesetzen (Nationalparkgesetz, Landesnaturschutzgesetz) geahndet.

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