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Aufführung in oevenum : Frau Fischer, ihr Mann und der alte Pisspott

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Aus der Redaktion des Insel-Boten

Das Grimmsche Märchen „Vom Fischer und seiner Frau“ einmal ganz anders – das konnten die Besucher einer Aufführung in Kröger’s Dörpskrog“ erleben. Als „Frau Fischer und ihr Mann“ wurde es vom Figurentheater Ernst Heiterauf die Föhrer Bühne gebracht.

Das Grimmsche Märchen „Vom Fischer und seiner Frau“ einmal ganz anders – das konnten die Besucher einer Aufführung in Kröger’s Dörpskrog“ erleben. In Zusammenarbeit mit den Husumer Pole-Poppenspäler-Tagen hatte der Betreuungsverein Föhr-Amrum aus Anlass seines 20-jährigen Bestehens das Figurentheater Ernst Heiter auf die Insel geholt. Und das hatte das alte Märchen auf den Kopf gestellt und als „Frau Fischer und ihr Mann“ auf die Föhrer Bühne gebracht. Morgens waren über 100 Kinder von den beiden Grundschulen Midlum und Süderende als Zuschauer im Saal und hatten großen Spaß an der Aufführung der beiden Schauspieler Katharina Sell und Frank Hirrich – genauso wie nachmittags das Publikum bei einer öffentlichen Veranstaltung.

Ein paar der Kinder gingen während der Vorstellung nach vorne, um ganz nah bei den beiden Darstellern zu sein. „Unser Anspruch ist es," so Katharina Sell, „für Kinder und Erwachsene gleichzeitig zu spielen“. Die Darbietung der beiden Künstler fand großen Anklang. „Wir ziehen das Publikum mit in die Geschichte hinein“, sagt Frank Hirrich, „es kann sogar passieren, dass wir einen Vorschlag, der aus dem Publikum kommt, aufgreifen und beim nächsten Mal verwerten“.

Auch in diesem etwas veränderten Stück geht es um die alte Geschichte vom Fischer, der einen Butt fängt, welcher ein verzauberter Prinz ist und sprechen kann. Herr Fischer darf sich etwas wünschen und erzählt seiner Frau davon, deren Wünsche immer anspruchsvoller werden: Kaum hat sie ein Haus, will sie ein noch größeres, danach ein Schloss, dann will sie Papst werden, danach sogar Gott. Das geht nun gar nicht, und die beiden landen zum Schluss wieder in ihrem kleinen, bescheidenen „Pisspott“.

Doch anders als bei den Gebrüdern Grimm ist die Geschichte damit noch nicht zu Ende. Denn Herr Fischer hat alles nur geträumt, seine Frau weckt ihn mit den Worten: „Du hast wieder so stark geschnarcht und dann hast du im Traum lauter wirres Zeug geredet“.

Das Stück kam gut bei den Zuschauern an und erntete viel Beifall. Elke Schulz, die Vorsitzende des Betreuungsvereins, machte zum Schluss den Vorschlag, dass doch in Zukunft das Puppentheater ein Mal im Jahr auf die Insel kommen könnte.

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erstellt am 26.Sep.2014 | 21:00 Uhr

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