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Insel-Bote

19. November 2017 | 09:45 Uhr

Legestue : Föhrs kleinster Kindergarten

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Die Dänische Einrichtung hat ihr Angebot erweitert. Ganztagsbetreuung ist jetzt möglich.

von
erstellt am 26.Apr.2014 | 16:00 Uhr

Die Einrichtung in der Wyker Feldstraße ist der kleinste Kindergarten auf Föhr, gerade einmal zwölf Kindern bietet die Legestue (Spielstube) Platz. Das ist nicht die einzige Besonderheit: Umgangssprache in diesem Kindergarten ist Dänisch.

Der Dänische Kindergarten, seit vielen Jahren im selben Haus wie die Dänische Schule untergebracht, hat jetzt sein Angebot erweitert. Seit dem 1. April können die Kinder dort ganztags, von 7.30 bis 16.30 Uhr, betreut werden. Im Gespräch sei ein Ganztagsangebot schon länger gewesen, berichtet Kindergartenleiterin Sabrina Petersen. Nachdem jetzt immer mehr Eltern Bedarf angemeldet hätten, habe der Träger des Kindergartens, der Dänische Schulverein (skoleforeningen) die Arbeitszeiten der beiden Mitarbeiterinnen entsprechend aufgestockt.

Sieben kleine Schützlinge im Alter von drei bis sechs Jahren haben Petersen, die in Dänemark Pädagogik studiert hat, und ihre Kollegin, die Erzieherin Ulrike Geldschläger, zurzeit, darunter nur einen Jungen. Der fühlt sich offenbar wohl in seinem „Harem“, haben die Mädchen doch genauso Spaß an wilden Tobespielen wie er. Doch nicht nur Herumtoben im Freien ist angesagt, auch in Küche und Garten sind die Kinder aktiv. Da wird die Kräuterspirale gemeinsam bepflanzt, die leckere Gewürze fürs Mittagessen liefert, da wird zusammen gekocht und gebacken. Nicht nur das Mittagessen, auch das Frühstück bereiten die Erzieherinnen jeden Tag frisch zu, und oft dürfen die Kinder dann mithelfen.

Nicht die einzige wichtige Aufgabe, die sie haben. Jeden Tag gehen sie gemeinsam zur benachbarten Post – und bekommen dort regelmäßig einen Stempel. Spielen in Haus und Garten ist dann angesagt, Lesen und Singen, es gibt Ausflüge auf der Insel, nach Amrum und nach Dänemark, und einmal in der Woche wird in Midlum geturnt.

Während die Kinder, die alle aus deutschsprachigen Elternhäusern kommen, sich untereinander noch viel in ihrer Muttersprache unterhalten, wird mit den Erzieherinnen Dänisch gesprochen. Spielerisch lernen sie so die Sprache des Nachbarlandes, die ihre Eltern ebenfalls in Kursen büffeln. „Wir haben ganz tolle, engagierte Eltern hier“, lobt Sabrina Petersen und meint damit nicht nur die Teilnahme an Sprachkursen, sondern auch die Unterstützung und Mitarbeit bei vielen Aktivitäten der Legestue.

 

 

 

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