Et orkester : Föhrer Lions-Club unterstützt Musikprojekt

Lions-Mitglieder sowie Lehrer und die Leiterin der Föhrer Kreismusikschule im Kreis der talentierten Nachwuchs-Musiker.
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Lions-Mitglieder sowie Lehrer und die Leiterin der Föhrer Kreismusikschule im Kreis der talentierten Nachwuchs-Musiker.

Ein warmer Geldregen: Finanziert werden sollen neue Instrumente und ein Probenwochenende in der Nieblumer Jugendherberge.

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14. Januar 2015, 14:00 Uhr

Ob Pfadfinder, Schulen oder Kindergärten: Die Jugendarbeit nimmt beim Föhrer Lions-Club einen hohen Stellenwert ein. Folgerichtig rannte Almut Höncher, Leiterin der Kreismusikschule Föhr, offene Türen ein, als sie die aktuelle Situation des Musikprojektes „et orkester“ und dessen Entwicklung in den vergangenen drei Jahren in einem Vortrag im Rahmen eines Lions-Club-Abends schilderte.

Höncher traf offensichtlich den richtigen Ton, denn die Mitglieder entschlossen sich zu einer Spende in Höhe von 3000 Euro. Nicht der erste Beitrag der „Löwen“ für das Projekt, die bei der Gründung 2012 schon einmal tief in die Club-Kasse gegriffen hatten. Nicht zuletzt, weil eine enge Verbindung zur Kreismusikschule besteht, an deren Gründung, damals noch als Musikschule Föhr, die Lions vor 37 Jahren unter der Leitung des damaligen Präsidenten und Mediziners Dr. Günther Friedrichsen mit einigen Musiklehrern der Insel maßgeblichen Anteil hatten.

Längst ist das Projekt etabliert, das vor drei Jahren von der Ideengeberin Inge Krichau Sadowsky, damals Museumspädagogin des Museums Kunst der Westküste, sowie der Kreismusikschule und der Grundschule Föhr-Land ins Leben gerufen worden war und bei dem seit dem Sommer 2013 auch Schüler der Eilun-Feer-Skuul mitspielen. Doch mit zunehmendem Alter der Schüler werden auch größere Instrumente benötigt, und hier sollen nun Anschaffungen erfolgen. „Dann haben wir einen guten Standard“, so Höncher. Gelder würden künftig hauptsächlich für Folgekosten wie Reparaturen oder das Stimmen der Klaviere sowie den Notenkauf benötigt.

Doch nicht nur für Anschaffungen soll die Spende dienen. Ein Teil findet auch für ein geplantes Probenwochenende in Niebüll Verwendung, an dem alle Kinder der Eilun-Feer-Skuul, die im Orchester spielen, teilnehmen. In der Nieblumer Jugendherberge soll gemeinsam geübt werden, nennt Almut Höncher den Hintergrund: „Das schließt die Gemeinschaft und das Gefühl: wir gehören zusammen, wir sind das et orkester.“

Zwar wurde das Geld überwiesen, ein Bild vor Ort machten sich Lions-Präsident Oluf Dethlefs, Sekretär Walter Höllmer und der für die Öffentlichkeitsarbeit zuständige Jürgen Huß dennoch. Da passte es, das Detlef Grebe, Musiklehrer an der „großen Schule“, gerade zu Saxofon-Proben geladen hatte. „Ich halte es für wichtig, den Jugendlichen Alternativen zum Computer anzubieten“, zeigte sich Dethlefs von dem Angebot beeindruckt, zu dem neben Saxofon- auch Unterricht an Posaune, Trompete, Schlagzeug, Klavier und E-Bass gehören.

Für 20 Euro monatlich erhalten bis zu acht Kinder Großgruppenunterricht. Ein kleiner Grundstock, so Almut Höncher, der dem Nachwuchs ermöglicht, sich der Musik nicht nur theoretisch anzunähern, sondern Noten und Töne mit einem Instrument zu erlernen. Mit 37 Teilnehmern hatte man 2012 angefangen, heute sind es rund 60 an beiden Schulen. Der Unterricht auf Föhr-Land erfolgt – auf freiwilliger Basis – in der Grundschule in Süderende, die Schüler der Eilun-Feer-Skuul nehmen ihre Stunden – als Pflichtfach – in den Räumen der Kreismusikschule.

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