Making Islands : Finanzspritze für ein Kinder-Kunst-Projekt

Freuen sich über die Spende von Georg Volta (Mi.): Jürgen Schröder und Gabriele Brauer.
Freuen sich über die Spende von Georg Volta (Mi.): Jürgen Schröder und Gabriele Brauer.

Die Föhrer Freimaurer unterstützen die Zusammenarbeit von Hamburger Kinder-Jugend-Haus (HKH) und Museum Kunst der Westküste. Das HKH hat einen neuen Leiter.

shz.de von
29. Januar 2015, 17:45 Uhr

„Die Jugendlichen haben auf jeden Fall ein Erfolgserlebnis beim Projekt ‚Making Islands‘, das das Museum Kunst der Westküste (MKDW) und das Hamburger Kinder-Jugend-Haus (HKH) der Rudolf-Ballin-Stiftung schon seit einigen Jahren gemeinsam durchführen“. Gabriele Brauer und Renate Banko, stellvertretende HKH-Leiterinnen, berichten, dass die damalige Alkersumer Museumspädagogin Inge Krichau Sadowsky dieses Projekt im MKDW ins Leben gerufen hat. „Es ergänzt das Konzept unserer Arbeit in hervorragender Weise, nämlich Kindern und Jugendlichen zu helfen, in schwierigen Lebenssituationen zurecht zu kommen sowie Möglichkeiten der Bewältigung und Lösung zu finden“.

Bei dem Workshop „Making Islands“ kommen die Jugendlichen in besonderen Kontakt mit dem Museum. Auftakt ist dabei eine Rallye durch die Ausstellung, bei der unter Führung einer Fachkraft der Kontakt zur Kunst hergestellt wird. Am zweiten Tag bauen sich die jungen Teilnehmer ihre eigenen Inseln, wobei sie in Kleingruppen soziale Kompetenz erlernen und sich mit Begriffen wie Wut, Angst oder Glück auseinandersetzen können. Auf kreative Weise dreht sich die Beschäftigung im Workshop mit Zukunftsplänen und Zielen, und es entsteht auf jeden Fall etwas Handfestes, das die Heranwachsenden mit nach Hause nehmen können.

Gefördert wurde, wie die Vertreterinnen des HKH berichten, bisher dieses Projekt bisher zu 100 Prozent durch Dr. Frederik Paulsen und die Ferring-Stiftung. Immerhin entstünden jährlich Kosten von 5000 Euro. Um die schultern zu können, seien inzwischen auch Spender gefragt.

Jürgen Schröder, seit Beginn des Jahres neuer Leiter des HKH, konnte seine Tätigkeit in Wyk gleich mit einem Erfolgserlebnis antreten, denn Georg Volta überreichte ihm im Namen der Föhrer Freimaurerloge „Zum Anker an der Nordsee“ eine Spende von 500 Euro, die eine Fortführung des Projektes ermöglichen sollen. „Als wir um Hilfe gebeten wurden, haben wir spontan Ja gesagt“, betonte Georg Volta bei der Überreichung des Geldes. „Die Jugend ist unsere Zukunft, und wenn öffentliche Stellen sich immer mehr zurückziehen, ist privates Mäzenatentum um so mehr gefragt.“ Dabei ist es Georg Volta, der auf Spenden-Nachahmer hofft, auch einerlei, ob es sich dabei um Jugendliche von Föhr oder aus Hamburg handelt. Immerhin kommen jährlich rund 640 Hamburger Jugendliche zu einem Aufenthalt im HKH.

Mit dem Museums-Projekt kann sich auch Jürgen Schröder identifizieren, der hofft, dass die Fortführung nicht in Frage gestellt wird. Der 52-Jährige, der zuletzt eine Beratungsstelle im Bereich Familienarbeit und -therapie geleitet hat, hatte nach eigenem Bekunden noch einmal Lust auf eine Veränderung, als er eher durch Zufall auf die Ausschreibung dieser Stelle in Wyk stieß. Jürgen Schröder, der verheiratet ist und zwei Kinder hat, freut sich, dass er nun dieses Haus mit seiner langen Tradition leiten darf: „Hier sollen Kinder und Jugendlich erfahren, wie das Leben auch sein kann“.

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