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Gebäudeversicherungsgilde : Finanziell in ruhigem Fahrwasser

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Zahl der Mitglieder steigt / Schadenslage für 2017 bisher erfreulich.

shz.de von
erstellt am 04.Jul.2017 | 20:30 Uhr

„Wenn man Menschen unbürokratisch helfen kann, dann tun wir das“, versprach Christian Christiansen, Geschäftsführer der Gebäudeversicherungsgilde für Föhr, Amrum und die Halligen, auf der Jahresversammlung, zu der Hauke Junge als erster Vorsitzender erfreulich viele Mitglieder begrüßen konnte. Die Gebäudeversicherung ist zwar kein Wohltätigkeitsverein, schafft es aber, bei einer schon unschlagbaren günstigen Kostenquote von 5,1 Prozent die seit Jahren konstante Beitragsrückerstattung von 12,5 Prozent auch diesjährig zu gewähren. Dass die Mitgliederzahlen 2016 mit 87 Neuzugängen und neun Abgängen auf 2349 Personen und 4322 Verträge gestiegen sind und die Gilde damit deutlich mehr Zuwächse hat als der deutsche Durchschnitt, mag somit wohl niemanden mehr verwundern. Aber die Mitglieder werden nicht nur zahlreicher, sondern sie sind auch sehr zufrieden, was einige von ihnen auch mit viel Lob für den Vorstand bekräftigten. „Weiter so, herzlichen Glückwunsch!“ so ein zufriedener Zuhörer.

„Es ist ein Riesenvorteil, dass wir hier auf einer Insel sind“, hob Christiansen mit Blick auf die Zuwachsrate hervor, „das Traditionsbewusstsein ist ausgeprägter als anderswo“. Außerdem seien die Gebäude durchweg in einem guten baulichen Zustand. Während der Fahrt zu einer Fortbildung hätten er und sein Vorstand schon Gebäude gesehen, die eigentlich nur auf eine „günstige“ Windbö warteten. Das sei auf den Inseln nicht so.

Auch wenn die Bruttoschadenquote mit 49,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr (31,2 Prozent) gestiegen sei, sei sie immer noch gut, so Christiansen in seinem Jahresbericht von 2016, der einen Bilanzgewinn von 207  000 Euro ausweist. Das Schadenaufkommen betrug 730  000 Euro, wovon nach Abzug der Rückversicherungsanteile und der Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 349  000 Euro für die eigene Rechnung verblieben.

Die Rückversicherung wird auch in Zukunft beibehalten, was zwar die eigenen Einnahmen schmälert, aber auch das Risiko. Versicherungstechnische Rückstellungen sind weiterhin vollständig durch gildeeigene Kapitalanlagen gedeckt. Und wegen eines guten Ergebnisses 2015 erhielt die Gilde einen Rückversicherungsbonus von 50  000 Euro. „Wir haben eine wunderbare Buchführung vorgefunden“, so Kassenprüfer Jan Flor, auf dessen Antrag der Vorstand einstimmig entlastet wurde und der gemeinsam mit Walter Höllmer die Wiederwahl zum Kassenprüfer annahm. Im Vorstand bestätigt wurde auch Peter Heck-Schau.

Die Schadenlage sei für 2017 bisher erfreulich, so dass auch für 2018 eine Rückerstattung eingeplant sei, schaute Christiansen voraus und fügte hinzu, dass im laufenden Geschäftsjahr die Gilde bislang 28 Neuanträge und eine Kündigung erhalten habe und ein Zuwachs von 70 Neuanträgen erwartet werde. „Ich hoffe aber auf 80 oder 90“ fügte er zuversichtlich hinzu und ergänzte: „Jedes Haus wird von uns begutachtet und geschätzt. Ich bin nicht bange, dass es uns noch 280 Jahre länger gibt.“

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