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Auf Föhr : Film, Aktionen und viele Infos

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Hilfs-Organisationen stellten sich Schülern gestern bei einem Aktionstag vor. Dabei stand das Thema „Prävention“ im Vordergrund.

shz.de von
erstellt am 18.Mär.2016 | 12:15 Uhr

„Wir wollten den Jugendlichen auch zeigen, welche Gesichter sich hinter den einzelnen Hilfs-Organisationen verbergen“. Katrin Samulowitz von der AIDS-Hilfe Sylt demonstrierte beim gestrigen Jugendfilmtag in Wyk Präsenz gemeinsam mit einer ganzen Reihe von Vertreterinnen und Vertretern der Vereinigungen, die den Heranwachsenden in schwierigen Situationen zur Seite stehen können. Erschienen waren so auch aus Niebüll „Frauenberatung und Notruf“, das Diakonische Werk, die Suchtberatung, das Föhrer Jugendzentrum und das Niebüller Haus der Jugend.

Jugendfilmtage, eine Projektidee der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, werden schon seit geraumer Zeit in Nordfriesland organisiert. Vor zwei Jahren waren eigens wegen dieser Veranstaltung fast 200 junge Insulanerinnen und Insulaner mit ihren Lehrern nach Niebüll gefahren. Dieses große Interesse hatte den Organisatoren Mut gemacht, nun nach Föhr zu kommen, wo ihnen der Lehrer Daniel Brauer organisatorisch zur Seite stand.

Für Thomas Dethlefsen war es dann auch keine Frage gewesen, sein Kino für diese Veranstaltung zur Verfügung zu stellen. „Das Thema Prävention ist so wichtig, da musste ich nicht lange überlegen“, so Dethlefsen dazu.

Knapp 120 Mädchen und Jungen der Klassen acht und neun beteiligten sich mit ihren Lehrern an diesem Tag, der mit dem Film „Doktorspiele“ eröffnet wurde. Zahlreiche für Jugendliche relevante Themen, wie Liebe, erste sexuelle Erfahrungen, Alkohol oder auch Drogen wurden dabei angesprochen. Die beiden 14-jährigen Freundinnen Tabea und Sophie fanden diesen Film und die Art, die Themen anzusprechen, recht gut. Auch die Form der Präventions-Veranstaltung gefiel den beiden, wobei sie sich noch nicht mit der Frage befasst haben, welche Organisationen bei der Lösung von Problemen zur Verfügung stehen. „Ich gehe zu meinen Eltern, wenn ich Hilfe brauche“, erklärt Tabea.

Nach der Filmvorführung konnte sich vor allem die Schülerinnen über den Einsatz der Niebüller Organisation Frauenberatung und Notruf informieren, die auch mit einem Video-Clip über ihren Einsatz für Frauen in unterschiedlichsten Situationen informierte. Es ging dabei besonders darum, dass Gewalt gegen Frauen auf keinen Fall geduldet werden darf, und die Betroffenen auf Hilfe zählen können.

Auch die AIDS-Hilfe hatte ihren Info-Tisch aufgebaut, während auf dem Sandwall und am Strand unterschiedliche Aktionen geboten wurden. Dabei ging es den Organisatoren vor allem darum, die verschiedensten Möglichkeiten der Freizeitgestaltung vorzustellen.

Zwar wurde eine weitere Station von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern als recht spaßig empfunden, doch war diese Aktion nicht als Witz gedacht. Mit Spezialbrillen ausgestattet erlebten die Mädchen und Jungen das Sichtfeld bei einem Alkoholpegel von 1,3 Promille. Einen Parcours rund um Pylone zu meistern oder spezielle Aufgaben zu lösen, war für die Einzelnen kaum machbar. „Das war kein schönes Gefühl“, so der Kommentar eines Schülers, nachdem er wieder in den nüchternen Zustand versetzt worden war. Auch Anna-Lena und ihre Freundin fanden dieses Brillen-Erlebnis recht eindrucksvoll. Generell waren sie sehr angetan von diesem Jugendfilmtag in Wyk.

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