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In Norddorf : Feuerwehr vor allem im Orkan-Einsatz

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Die Brandschützer blicken auf ein relativ ruhiges Jahr zurück. Erst als im Herbst die schweren Stürme kamen, wurde es hektisch.

Im Vergleich zum Jahr 2012, als eine Brandserie die Insel in Atem hielt, verlief das Einsatzjahr 2013 für die Norddorfer Feuerwehr realtiv ruhig. Das ging aus dem Jahresbericht hervor, der bei der Jahresversammlung vorgetragen wurde. Allerdings sorgten die beiden Orkane, die auf Amrum im Oktober und Dezember enorme Schäden verursachten, für eine außergewöhnliche Belastung und Herausforderung für die Freiwilligen auf der ganzen Insel. Über Tage waren sie im Dauereinsatz, um umgestürzte Bäume von den Wegen und Straßen zu räumen. Beim zweiten Orkan sorgten hohe Wasserstände für weitere Einsätze zur Deichkontrolle und zum vorsorglichen Sandsackfüllen.

„Ich möchte mich bei allen Kameraden für ihr Engagement besonders bedanken“, betonte Gemeindewehrführer Andreas Knauer. „Besonders hervorheben möchte ich dabei Familie Andresen, die zusätzlich ihre privaten Maschinen in den Dienst der Öffentlichkeit stellten um die immense Verwüstung, die die Stürme hinterlassen hatten, zu beseitigen“, so der Wehrführer. Mit Blick auf den anwesenden stellvertretenden Bürgermeister Christoph Decker fügte Knauer an, dass die Unterstützung seitens der Gemeinde nicht annähernd so umfangreich gewesen sei. „Wir haben die Kritik nach dem Orkantief ‚Christian‘ aufgenommen und die Missstände abgearbeitet, sodass die Zusammenarbeit mit dem Bauhof der Amrum-Touristik beim Orkan im Dezember besser funktionierte“, erwiderte Decker. Im Namen der Gemeinde sprach er den Feuerwehrleuten seinen Dank aus.

Ein weiterer Kritikpunkt seitens der Feuerwehr in Richtung Gemeindevertretung sind die immer noch nicht begonnenen Arbeiten zur Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses. Doch dieses Projekt scheint noch im Laufe des Januars angeschoben zu werden. Der verantwortliche Architekt Peter Heck-Schau konnte dies auf Anfrage bestätigen. „Der Auftrag ist bereits seit längerem vergeben und die noch bestehenden Unklarheiten konnten abgearbeitet werden, sodass der Auftragnehmer noch im Januar mit der Baumaßnahme beginnen wird“, so Heck-Schau. Einige Begleitarbeiten werden dabei von den Feuerwehrmitgliedern erledigt.

Der stellvertretende Gemeindewehrführer Dirk Hinrichs wurde von der Versammlung einstimmig für weitere sechs Jahre im Amt bestätigt. Auch Schriftführer Lars Kappelhoff und Gruppenführer Thorsten Andresen wurden wiedergewählt.

Andreas Knauer freute sich, dass er an diesem Abend mit Dennis Johannsen ein neues Mitglied begrüßen konnte. Zum Jahresende konnte er auf 40 Aktive in der Wehr zählen. Zudem gehören noch zwölf Ehrenmitglieder zur Norddorfer Feuerwehr.

Der stellvertretende Amtswehrführer Klaus-Peter Ottens dankte allen Kameraden für ihren Einsatz im abgelaufenen Jahr. „Die Amrumer Feuerwehren haben wieder gezeigt, dass sie bestens zusammenarbeiten und als eine Einheit agieren können“, so Ottens. „In unseren gut eingespielten insularen Strukturen haben wir für das Festland eine Vorbildfunktion“, betonte er.

Bezüglich des für die Feuerwehr Norddorf anzuschaffenden Löschfahrzeuges mahnte er, den Zeitplan nicht aus den Augen zu verlieren. In Wittdün habe man schmerzlich feststellen müssen, dass der Ausfall alter Fahrzeuge sich nicht nach der Entscheidungsfreudigkeit der Politiker richte.

Sabine Grochla, Vertreterin des Amtes Föhr-Amrum und Sachbearbeiterin für Feuerwehranschaffungen auf Amrum schaute optimistisch in die Zukunft. Bis zum Ende diesen Jahres rechnet sie fest mit der Beschaffung des ausgeschriebenen Löschgruppenfahrzeuges.

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