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Biike 2016 auf Föhr und Amrum : Feuer und Flamme gegen den Winter

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Trotz des Regens trafen sich beim Traditionsfest der Friesen Gäste und Einheimische an den Feuerstellen.

Der durch den Regen aufgeweichte Boden hielt auf beiden Inseln gestern weder Gäste noch Einheimische davon ab, die Biike-Plätze zu besuchen. 14 waren es auf Föhr, und wie auf Amrum sorgten die Freiwilligen Feuerwehren für das Entzünden der Biikehaufen und den Brandschutz sowie vielerorts auch mit Glühwein und Bratwurst für das leibliche Wohl.

„Wir lassen uns durch das Wetter auf keinen Fall die Laune verderben“, war sich Michael Müller, der eigens wegen des Biikebrennens auf die Insel gekommen war, mit Wolfgang Reichelt einig. Zusammen mit Hans Georg Walter waren die beiden aus Saarbrücken nach Föhr gekommen, um den Peter auf dem Wyker Feuerhaufen brennen zu sehen.

Und die drei waren nicht die einzigen, die hier dem beständigen Nieselregen trotzten. Rund 150 Menschen zogen mit Fackeln bewaffnet vom Kurgartensaal zum Biikeplatz am Wyker Flugplatz. Begleitet wurden sie von den Nachwuchskräften der Wyker Jugendfeuerwehr. Diese hatten im Vorfeld fleißig Spenden gesammelt und Fackeln verkauft und führten nun den Umzug mit dem selbstgebastelten Peter an.

Am Biikeplatz warteten einige hundert weitere Schaulustige und bald loderten die Flammen einige Meter hoch. Zur Begeisterung der Besucher, zu denen auch Renate und Bernd Hoffmann aus Nordrhein-Westfalen gehörten: „Das brennt doch schön, das hatten wir in den letzten Jahren auch schon einmal weniger.“

Die Stimmung war überall gut, auch wenn der Boden an allen Plätzen vom Regen aufgeweicht und matschig war. Bei Manhattan, Bratwurst und Bier warteten alle geduldig darauf, dass der Peter endlich den Flammen zum Opfer fiel. So auch Uwe Schneider aus Bremen, der sein erstes Biikebrennen erlebte. „Ich hoffe auf eine schöne Atmosphäre, nette Leute und dass das Feuer gut brennt“, sagte er vor seiner Premiere. Und Vivian und Stefan Wagner waren aus Hamburg angereist. Auch wenn die beiden ursprünglich von der Küste kommen, war dies ihr erstes Biikebrennen. „Wir haben bisher immer nur davon reden gehört. Auch sie hofften auf gute Stimmung: „Wenn uns das gefällt, werden wir im nächsten Jahr wiederkommen.“

Auch auf Amrum gab es einen Fackellauf zur Feuerstelle. Bürgermeister Peter Koßmann begrüßte Gäste und Insulaner und führte den Zug an. Die Amrumer Kinder machten sich einen Riesenspaß daraus, den Erwachsenen mit ihren rußigen Händen schwarze Nasen zu verpassen und nach der Biike zog es viele auf beiden Inseln zum traditionellen Grünkohl-Essen.

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erstellt am 22.Feb.2016 | 08:00 Uhr

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