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Auf Amrum : Fette Beats und sanfte Töne

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Insel einen Tag fest in Musiker-Hand: 16. Amrumer Kultour sorgt an fünf Spielorten für Party-Stimmung.

Musikfreunde kamen auf ihre Kosten: Auf Amrum fand die 16. Amrumer Kultour statt. 2009 ins Leben gerufen, hat sich die zweimal im Jahr stattfindende inselweite Veranstaltung längst etabliert und bei Zuschauern wie Musikern Kultstatus erreicht.

Unter dem altbewährten Motto „von Rock bis Folk, von Wittdün bis Norddorf und von High Noon bis After Midnight“ gingen diesmal Stephan Friedrichs, die Naked Poets, Emma Longard, Rolf Mayer und die Band Roast Apple an den Start. Die Musiker sorgten in „Oomes Hüs“ in Norddorf , in „Dörnsk & Köögem“ und „Strandpirat“ in Nebel, dem „Weltenbummler“ in Steenodde sowie dem Café „Pustekuchen“ in Wittdün zwischen 13 und 17.30 Uhr zu jeder vollen Stunde mit 30-minütigen Konzerten für beste Unterhaltung und gute Stimmung.

Eine der diesjährigen Debütantinnen war Emma Longard. Die Hamburgerin schreibt Songs und singt über die Höhen und Tiefen des Lebens. Mit englischen Texten und Soul in der Stimme steht sie für klassisches Songwriting gepaart mit Motown und modernen Arrangements.

Auch Rolf Mayer war erstmals bei der Kultour dabei und präsentierte „Musik von alten Männern“. Dabei war der Name tatsächlich Programm, konnten sich die Zuhörer an Georges Moustaki, Herman van Veen, Hannes Wader, Bob Dylan oder Georg Kreisler erfreuen. Rolf Mayer sang sich dreisprachig durch das Auf und Ab seiner Zeit und präsentierte mit seinen Liedern und Chansons Politisches und Unpolitisches sowie Romantisches und Unromantisches. Die Zuschauer erlebten eine musikalische Zeitreise durch eine revolutionäre Epoche. Ein überglücklicher Rolf Mayer zeigte sich am Ende von der Veranstaltung begeistert: „Es hat großen Spaß gemacht, hier zu spielen und bei der Amrum Kultour dabei zu sein“.

Sichtlich Spaß gemacht haben die Auftritte Kultour-Neuling Stephan Friedrichs. Während seiner Konzerte hauchte er altbekannten Rock- und Popklassikern der 1960-er bis 1990-er Jahre neues Leben ein und drückte ihnen seinen ganz persönlichen Stempel auf. Das Ganze paarte Friedrichs mit einer Prise Witz und Wissenswertem und fertig war ein gelungener Mix.

Die Naked Poets waren dagegen bereits zum zweiten Mal mit von der Partie. Sie beschränkten sich bei ihren Auftritten auf das Wesentliche und verzichteten auf Firlefanz oder Show-Events. Mit dem genialen Geigenvirtuosen Miko hatte das bekannte Singer/Songwriter-Duo zudem Verstärkung im Schlepptau. Im Ergebnis verschmolzen Akustikgitarren, Percussions und Harps zu einem hörenswerten Dialog.

Die Band Roast Apple zählte ebenfalls zu den Wiederholungstätern und war nach drei Jahren Pause wieder mit dabei. Die vier Jungs mit nordfriesischen Wurzeln, alle Anfang 20, erzählen in ihren Songs vom Leben, Lieben und Feiern ihrer Generation. Auf der Bühne präsentieren sie frischen Indie-Pop und setzen dabei eine bemerkenswerte Energie frei. Ein Wiedersehen mit Roast Apple gibt es bereits am kommenden Freitag, 23. Juni. Dann spielen die vier Musiker ab 19.30 Uhr beim ersten Sommer-Open-Air-Konzert der Saison auf der Wittdüner Wandelbahn.

Das große Kultour-Finale fand traditionell in der „Blauen Maus“ statt. Fünf Live-Acts waren hier abschließend zu sehen, und tolle Musik zu hören. Auf zwei Bühnen präsentierten sich noch einmal alle Musiker, die sich bis nach Mitternacht mächtig ins Zeug legten. Fans sollten sich den 14. September im Kalender anstreichen. Dann findet die 17. Kultour auf Amrum statt.

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erstellt am 19.Jun.2017 | 07:30 Uhr

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