Standpunkt : Fehlende Sachlichkeit

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08. Juli 2016, 13:15 Uhr

Geplante Änderungen in der Ferienwohnungs-Regelung und das anstehende Verbot von Zweitwohnungen erregen derzeit die Wyker Gemüter. Nun machte sich der Volkszorn in der Sitzung des Bauausschusses Luft. Wie in solchen Situationen häufig der Fall, wurde allerdings wenig sachlich argumentiert. Und nicht immer fundiert, denn die Anwohner, die sonst kaum in öffentlichen Sitzungen anzutreffen sind, glänzten mitunter durch erstaunlich wenig Detailkenntnisse. Was sie nicht davon abhielt, ihre Ängste und Sorgen zu formulieren. Dabei kochten die Emotionen hoch, gefiel man sich in Unterstellungen und der Behauptung, Entscheidungen würden im stillen Kämmerlein getroffen. Sogar Verschwörungstheorien wurden geäußert, die darin gipfelten, dass ältere Anwohner als vermeintlich schwächstes Glied in der Gesellschaft gleichsam enteignet werden sollen. Klar, dass da manches Ausschussmitglied schlucken musste. Ob die Anwohner sich mit diesem Auftritt einen Gefallen getan haben, bleibt abzuwarten. Dialog, von der Ausschussvorsitzenden Silke Ofterdinger-Daegel im Vorfeld ebenso angeboten wie von Wyks Bürgermeister Paul Raffelhüschen, sieht anders aus. Nun dürften die Fronten vorerst verhärtet sein.

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