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Hospiz-Initiative : Fast tausend Stunden Zeit verschenkt

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Viele Sterbende wurden auf Föhr und Amrum begleitet. Der Ambulante Dienst wird demnächst um ein Palliativzimmer im Wyker Johanneshaus ergänzt.

„Leben bis zuletzt“ – das ermöglichen die Mitarbeiter der Hospiz-Initiative Föhr-Amrum Sterbenden auf den Inseln, in dem sie Todkranken und ihren Angehörigen in der letzten Lebensphase beistehen. 972 Stunden ihrer Zeit haben die ehrenamtlichen Hospizhelfer diesen Menschen im vergangenen Jahr wieder geschenkt, berichtete der Vorsitzende der Initiative, Pastor Jörg Weißbach jetzt bei der Mitgliederversammlung. Weißbach informierte über die Aktivitäten des vergangenen Jahres, in dem die Initiative ihr fünfjähriges Bestehen mit einem Festakt gefeiert hatte. In seinen Ausführungen ging der Vorsitzende auch auf das geplante Palliativzimmer ein, das auf Initiative des Föhrer Rotary-Clubs im Johanneshaus eingerichtet wird und im Mai eingeweiht werden soll. Dort können dann Insulaner, die zu Hause nicht mehr versorgt werden können, betreut werden.

Der Schatzmeister, Michael Cornils, verlas seinen Jahresbericht und wurde anschließend durch Handzeichen entlastet.

Hella von Fehrn hatte seinerzeit den Anstoß zur Gründung des ambulanten Hospizdienstes auf Föhr gegeben. Nun wurde sie aus ihrem Amt als zweite Vorsitzende der Hospiz-Initiative verabschiedet, sie scheidet aus Altersgründen aus. Zu ihrer Nachfolgerin wurde Maiken Dethlefs gewählt, Elke Schultz als Beisitzerin wurde ebenfalls neu gewählt und Michael Cornils als Kassenwart wieder in seinem Amt bestätigt.

Als Gast war an diesem Abend Martin Mommsen-von Geisau, Klinikseelsorger im Katharinen-Hospiz und im Malteserkrankenhaus in Flensburg, gekommen. Er berichtete in einem berührenden und beeindruckenden Vortrag über „Die Fülle des Lebens in der hospizlichen Arbeit“. Der katholische Seelsorger zeigte zur Untermalung seines Vortrages Dias, die seine Arbeit als Sterbebegleiter unterstützten, einen Bezug zum Sterbenden herstellten. Der Mensch in seiner letzten Lebensphase habe noch Wünsche, wolle noch einmal seinen eigenen Willen entwickeln, Erinnerungen weitergeben, manchmal auch Mut zum Widerspruch haben, Leben bis zum letzten Atemzug spüren, betonte er.

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