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Insel-Bote

15. Dezember 2017 | 19:35 Uhr

Föhr : Fast alles im grünen Bereich

vom

Kaum Einsätze für Polizei und Rettungsdienste zu Pfingsten - Reederei verzeichnete an den beiden Hauptanreisetagen 38 Überfahrten.

shz.de von
erstellt am 22.Mai.2013 | 08:15 Uhr

Föhr | Dass es auch ohne Randale und unangenehme Begleiterscheinungen geht, hatten die Besatzungen der Pfingstwagen bereits im vergangenen Jahr unter Beweis gestellt. Anders als in den Jahren zuvor, waren kaum Auffälligkeiten zu verzeichnen und auch in diesem Jahr verliefen die urigen Fahrten weitest gehend friedlich.

Von zwei Vorfällen sprach Jürgen Friedrichsen vom Wyker Polizeirevier. In Nieblum, so der Hauptmeister, sei ein junger Mann von mehreren Personen derart traktiert worden, dass die Fahrt ins Krankenhaus unausweichlich gewesen sei. In einem anderen Fall habe es sich um Pöbeleien in Verbindung mit dem Hitler-Gruß gehandelt. "Alles im grünen Bereich", so Friedrichsen, denn die Vorfälle seien, gemessen an der Anzahl der Pfingstwagen, die jeweils mit etwa 20 Personen besetzt sind, nicht ungewöhnlich.

Ohne Aufregung verlief das Pfingstfest auch für die Einsatzkräfte der Wyker Rettungswache. "Es war ruhig, wir hatten keine Pfingstwageneinsätze" bestätigte Thomas Strelow, Chef des Föhrer Rettungsdienstes, dass alles friedlich blieb.

"Überhaupt nichts", antwortete auch Marco Christiansen, stellvertretender Leiter des Ordnungsamtes, auf die Frage nach eingegangenen Beschwerden. Dabei hatte man nach den positiven Erfahrungen des vergangenen Jahres davon abgesehen, die Informations-Veranstaltungen wiederzubeleben und erneut mahnend den Zeigefinger zu heben. "Es wurde alles gesagt", so Christiansen, "letztlich würde man sich im Kreis drehen".

Für Christiansen ist klar, dass die Gespräche gefruchtet haben. Deutlich waren den Teilnehmern vor einem guten Jahr die Folgen ihres Verhaltens vor Augen geführt worden. Denn einzig auf Föhr wird die Brauchtumspflege nicht so rigoros wie auf dem Festland gehandhabt und noch in dieser Form toleriert. Ein Entgegenkommen, das auf der Kippe gestanden habe, denn es seien Dinge gelaufen, so Christiansen, "die weder von der Ordnungsbehörde noch seitens der Polizei torleriert werden konnten".

Nicht ganz so ruhig verlief das Pfingstfest für die Wyker Dampfschiffs-Reederei. An den großen Anreisetagen, berichtete Fahrdienstleiter Erk Brauer, sei die Reederei bis abends um 20 Uhr verstärkt gefahren. An beiden Tagen verließen jeweils 19 ausgebuchte Schiffe den Dagebüller Hafen.

Verzeichnete die Reederei im vergangenen Jahr ein dickes Fahrgast-Plus, konstatiert Brauer in diesem Jahr wetterbedingt eine Stagnation bei den Tagesgästen. Zufrieden ist man bei der WDR dennoch mit den Zahlen. Die Abreise am Pfingstmontag wurde mit dem Tagesgeschäft bewältigt. "Die Leute sind teilweise erst am Sonnabend gekommen und nicht gleich am Montag wieder abgereist", so Brauer, das verteile sich über die ganze Woche.

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