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Insel-Zeitreise : Familiengeschichte auf Super 8

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Frauke Quedens und ihre Geschwister stehen im Mittelpunkt der Dokumentation „Aufgewachsen auf Amrum“. Sie wird morgen Abend auf N 3 gesendet.

shz.de von
erstellt am 16.Feb.2016 | 07:15 Uhr

Frauke Quedens ist das drittjüngste der sieben Kinder der Familie Quedens. Das Elternhaus der Familie befindet sich auf der Insel Amrum. Seit 1997 lebt die 56-Jährige mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Fleckeby. Der Kontakt zu ihrer Heimat ist nie abgerissen, zwei ihrer Geschwister leben noch in dem Elternhaus, die Mutter Gitta starb im vergangenen Jahr im Alter von 93 Jahren. Wenn Frauke Quedens an ihre Kindheit denkt, dann erinnert sie sich vor allem an eine Leidenschaft ihrer Mutter – das Filmen. „Ende der 50-er hatten Urlaubsgäste eine Super-8-Kamera dabei“, erzählt sie. Ihre Mutter sei sofort fasziniert gewesen von den bewegten Bildern.

Es dauerte nicht lange, da hatte sie selbst so eine Kamera und filmte, was ihr wichtig erschien – ihre sieben Kinder, den Ehemann und das Leben auf Amrum. Auf Radtouren übers Land hatte sie die Kamera stets dabei. Entstanden ist im Laufe der Jahre eine interessante Zeitreise durch die Jahrzehnte. Diese filmischen Schätze haben die Kinder nun wiederentdeckt. Auf altem Super-8-Filmmaterial sieht man Frauke und ihre sechs Geschwister – Gundel, Anke, Silke, Maren, Uwe und Hark – als Kinder aufwachsen. Entstanden sind in den Jahren rund 30 Stunden Filmmaterial. „Ich glaube, für meine Mutter war das Filmen auch ein Ausgleich. Sie hatte viel zu tun mit uns Kindern und den Feriengästen“, sagte Frauke Quedens. Ein sehr kostspieliges Hobby war die Filmerei, auch wenn Gitta Quedens nicht immer die neueste Technik brauchte, aber das Entwickeln der Filme kostete. „Ich erinnere mich noch an die gelben Umschläge mit den Filmen drin, die immer weggeschickt werden mussten“, so die Tochter.

Volkert Schuldt, selbst Amrumer und Mitarbeiter beim NDR, besuchte die Geschwister im vergangenen Jahr in ihrem Elternhaus und erzählt ihre Geschichte. Die 45-minütige Dokumentation „Aufgewachsen auf Amrum – eine Jugend auf Super 8“ ist am morgigen Mittwoch um 21 Uhr auf N3 zu sehen. Bereits um 16.10 Uhr ist Frauke Quedens gemeinsam mit ihrem Bruder auf N3 zu Gast und wird live in der Sendung „Meine Geschichte“ über diese Zeit sprechen. Der Film erzählt die Geschichte des Erwachsenwerdens und die Suche nach vergangener Lebenszeit auf Amrum. Gleichzeitig ist es eine unterhaltsame Zeitreise durch die
1960-er-, 1970-er- und 1980-er-Jahre. Dieselben Menschen erleben die Zuschauer in diesem Film nun als Erwachsene, umringt wiederum von ihren eigenen Kindern.

„Wir mussten uns immer bunt anziehen, damit wir in den Filmaufnahmen gut zur Geltung kamen“, erinnert sich Frauke Quedens an damals. „Ständig posieren mussten wir aber nicht.“ Neben den eigenen Kindern filmte Gitta Quedens auch viele ihrer Feriengäste und Norddorfer Originale. „In ihrem Häkelclub hatte sie die Kamera immer dabei“. Als die Kinder größer wurden und die Insel verließen, konnten sie bei Rückkehr Zuhause durch die Filmaufnahmen der Mutter erfahren, was es so alles Neues gibt auf Amrum.

An den Filmdreh mit dem NDR denkt Frauke Quedens gerne zurück. Ein ganzes Wochenende waren die Filmleute auf Amrum, drehten mit den Geschwistern. „Ich bin gespannt auf die Dokumentation“, sagte sie und nervös sei sie, nervös, wenn sie an ihren Live-Auftritt am Nachmittag bei „Meine Geschichte“ denkt. 


>Sendetermine „Aufwachsen auf Amrum - Eine Jugend auf Super 8“: Mi, 17.2.2016, 21 Uhr, NDR-Fernsehen (Erstausstrahlung); Do, 18.2.2016, 6.35 Uhr, NDR-Fernsehen. Außerdem: „Meine Geschichte“, 17.2., 16.10 Uhr N3

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