„Es war eine unglückliche Situation“

Juliane Peter
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Juliane Peter

Nach dem Schiffsunglück bei Amrum: Juliane Peter, Pressesprecherin der Adler-Reederei, spricht im Interview über die Ursachen des Unfalls

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06. Juni 2014, 18:00 Uhr

Bei der „Adler-Express“ wurden alle Sicherheitsstandards eingehalten. Das erklärt die Pressesprecherin der Reederei „Adler-Schiffe“, Juliane Peter, im Interview.

Frau Peter, nach all den schlimmen Meldungen ist das doch eine richtig gute Nachricht, dass die beiden Verletzten, die erst in Lebensgefahr schwebten, jetzt auf dem Weg der Besserung sind. Wann haben Sie die guten Neuigkeiten gehört?

Juliane Peter: Ja, das sind sehr beruhigende Nachrichten. Ich habe mit einem Polizeisprecher Donnerstag früh gesprochen, der sagte, dass die beiden ansprechbar seien.

Wie geht es der Schiffscrew und dem Kapitän?

Den Umständen entsprechend gut. Sie sind natürlich sehr betroffen, wie auch die anderen Mitarbeiter der Reederei. Der Kapitän, der erste Offizier und die beiden Maschinisten sind involviert in die Ursachenforschung, wie es zu dem technischen Defekt kam, und sind derzeit in Husum.

Nach so einem Unfall kommt ja ganz schnell die Frage auf, ob alle Sicherheitsstandards, alle Wartungsarbeiten durchgeführt wurden. Wie ist das in diesem Fall?

Die „Adler-Express“ ist Mitte letzten Jahres turnusmäßig von der Berufsgenossenschaft für Transport und Verkehr, quasi dem Schiffs-TÜV, geprüft worden und hat alle erforderlichen Sicherheitsstandards nachweisen können. Die nächste Überprüfung hätte jetzt im Juni oder Juli stattgefunden. Die ebenfalls notwendige Klassifizierung des Germanischen Lloyd fand im Februar statt – ohne Beanstandung.

Um nochmal auf den Unfall zurückzukommen: Wie zufrieden war die Reederei mit dem Ablauf der Rettungsaktion?

Sehr zufrieden und wir sind sehr dankbar, dass alles so reibungslos funktioniert hat. Alle Rettungskräfte die beteiligt waren, haben professionell, schnell und Hand in Hand gearbeitet. Das war sehr, sehr gut und dafür möchten wir uns noch einmal bei allen Beteiligten herzlich bedanken.

Wie sollten sich Passagiere verhalten bei einem Anlegemanöver? Es ist ja Mittwoch auch deshalb so viel passiert, da viele der Reisenden auf dem Deck standen und durch den Aufprall stürzten.

Es gibt keine Anschnallpflicht auf Schiffen, so wie in Linienbussen auch nicht. Jeder kann sich auf dem Schiff frei bewegen. Es war eine unglückliche Situation.

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