In Wyk : Es rüttelt der Vibrationsbär

Emsig wird gearbeitet: Es gilt, verlorene Zeit aufzuholen.
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Emsig wird gearbeitet: Es gilt, verlorene Zeit aufzuholen.

Sonne, Windstille und Frost machen es möglich: Am Wyker Hafen ist die Spundbohlen-Rammung in vollem Gange.

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10. Februar 2018, 12:30 Uhr

Die Wetterlage für die Arbeiten am Fähranleger 1 konnte im den letzten Tagen nicht besser sein: Bei Sonne, Windstille und Frost ist die Spundbohlenrammung in vollem Gange. Mitte Januar war eine zweite Rammeinheit auf die Insel gebracht worden, um jene Zeit aufzuholen, die durch Wind und Wetter verlorengegangen war.

„Aktuell werden die Spundbohlen eingerüttelt mit einem Vibrationsbären, so der Fachbegriff für den Rüttler“, skizziert die Bauleiterin Annett Bode die derzeitigen Arbeiten. Aus den einzelnen Profilen werden dann die Spundwände hergestellt. Eine der Rammeinheiten ist eine schwimmende, die auf einem Ponton steht, die andere steht an Land.

Wie lange die Arbeiten dauern werden, ist wind- und wetterabhängig: „Wir hoffen, dass wir in etwa vier bis fünf Wochen damit fertig sind“, berichtet die Bauleiterin weiter. „Jetzt gerade ist das Wetter optimal, wenn es aber wieder windiger wird, ist es schwierig, die Bohlen einzulagern, da die großen Stahlteile dann quasi zu einem Segel werden.“

Parallel laufen bereits die Arbeiten zur Rückverankerung der neuen Spundwand. Hinter dieser wird Sand aufgefüllt, an der vorderen Seite liegt das Wasser. Da der Sand sehr hoch aufgefüllt wird, erhält die Spundwand zwischen Vorder- und Hinterseite einen Geländesprung – eine abrupte Höhenänderung der Geländeoberkante, die eine Belastung darstellt. Um diese abzufangen, wird die Spundwand in den nächsten Wochen rückverankert. Ist dies abgeschlossen, kündigen sich die Betonarbeiten an: Das Widerlager für die Fährbrücke sowie die Herstellung eines Betonholmes auf der gesamten Länge der Spundwand stehen dann auf dem Plan.

„Mit Angaben über die Dauer von Baumaßnahmen, die vom Wetter abhängig sind, halte ich mich lieber zurück“, geht Bode auf den Zeitverzug durch die unvorteilhafte Wetterlage der vergangenen Monate ein. „Im Moment sehe ich keine Möglichkeiten, die Arbeiten zu beschleunigen.“ Die Fährbrücke soll aber frühzeitig in Betrieb genommen werden und zwar, wie geplant, Ende April oder Anfang Mai. Allerdings ist ihr Bau nicht vom Wetter abhängig, da die Brücke auf dem Festland vorgefertigt wird und dann in einem Stück auf die Insel gebracht und eingesetzt wird.

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